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Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung


24.01.2007 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Es handelt sich um eine etwas unangenehme Situation. Im Geschäft werde ich seit einigen Wochen von der als krankhaft eifersüchtig bekannten Frau meines Chefs attackiert. Da er, aus Gewohnheit oder anderen Gründen, nicht adäquat reagiert, ich nicht länger gewillt bin diese Unverschämtheiten hinzunehmen, sonst aber alles in Ordnung wäre und ich deswegen den Job auch nicht an den Nagel hängen möchte, spiele ich allmählich mit dem Gedanken einer Anzeige. Vielleicht sollte ich erwähnen, ich arbeite dort stundenweise freiberuflich, Sie hat mit dem Geschäft an und für sich nicht das Geringste zu tun, kommt nur sporadisch und dann geht der Terror gegen mich, wie auch und warum auch immer gegen ihren Mann los. Unberechetigte Kritik an meiner Arbeit wäre mir gleichgültig, wiederholte Aussagen wie Tittentussi und im ganzen Kollegen-, Bekannten- und Familienkreis rumerzählen, dass ich wortwörtlich "notgeil", "leicht zu haben" und Ähnliches wäre verbiete ich mir aber ganz entschieden. Mittlerweile werd ich von Mietern etc. schon daraufhin angesprochen, 2x von diversen Bekannten von ihr sogar schon wirklich angemacht, weil ich schließlich... Das so als grober Überblick.
Was kann man in so einem Fall tun ? Wozu raten Sie mir ?
24.01.2007 | 20:47

Antwort

von


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30938 Burgwedel
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Web: www.hellmannundpaetsch.de
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Natürlich müssen Sie das Verhalten der eifersüchtigen Frau nicht hinnehmen. Freilich stellt sich immer die Frage, ob vor juristischen Maßnahmen alle anderen Weg ausgeschöpft sind. Allerdings scheint hier das Fass übergelaufen zu sein, denn derartig beleidigende Äußerungen insbesondere im zweideutigen Bereich sollten Sie nicht hinnehmen. Zunächst könnten sie beispielsweise Strafanzeige erstatten. Dadurch würden Ihnen insbesondere keine weiteren Kosten entstehen und die Beweislage würde für ein etwaiges Zivilverfahren vorbereitet.

Darüber hinaus steht es Ihnen natürlich offen, zivilrechtliche Schritte gegen die unverschämte Frau zu erwirken. Ich brauche nicht weiter zu problematisieren, dass in den Aussagen „Tittentussi“ oder, dass Sie leicht zu haben seien pp. eine eklatante Herabwürdigung ihres Persönlichkeitsrechts liegt. Vor diesem Hintergrund haben Sie einen Unterlassungsanspruch nach §§ 823, 1004 BGB analog. Dementsprechend können sie die Dame gerichtlich auf Unterlassung verklagen sowie für den Fall der Zuwiderhandlung obendrein ein Zwangsmittel beantragen.

Schließlich bleibt es Ihnen auch unbenommen, wegen der bereits vorgefallenen Persönlichkeitsrechtsverletzungen ein angemessenes Schmerzensgeld zu verlangen. Da sie aufgrund der Behauptungen sowie Schmähungen bereits konkret „angemacht“ wurden, müsste nach meiner Auffassung (wegen der Genugtuungsfunktion eines Schmerzensgeldes) ein empfindlicher Betrag zu Ihren Gunsten möglich sein.

Soweit sie sich dazu entschließen, einen Anwalt für die Geltendmachung ihrer Rechte einzusetzen, müsste wegen der Verletzung Ihrer Persönlichkeitsrechte die Dame auch für die Anwaltskosten aufkommen. Sollten Sie sich entschließen, weitere Schritte zu ergreifen, stehe ich ihnen gerne Verfügung.

Anbei im Anhang übersende ich einige Rechtsgrundlagen zu Ihrer Problematik. Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht oder sollten noch Fragen verbleiben, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2007
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Gerade geringfügige Modifikationen des Sachverhalts können völlig abweichende rechtliche Ergebnisse bedingen! Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!



__Normen____________________

StGB
§ 185 Beleidigung

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


§ 186 Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


§ 187 Verleumdung
Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
BGB

§ 823 Schadensersatzpflicht

(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
(2) 1Die gleiche Verpflichtung trifft denjenigen, welcher gegen ein den Schutz eines anderen bezweckendes Gesetz verstößt. 2Ist nach dem Inhalt des Gesetzes ein Verstoß gegen dieses auch ohne Verschulden möglich, so tritt die Ersatzpflicht nur im Falle des Verschuldens ein.








Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2007 | 21:14

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Hellmann,

erst einmal vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort, die mir weitere Handlungsmöglichkeiten aufzeigt und damit schon mal sehr weiterhilft !

Das einzige Problem wozu ich Sie gerne noch befragen wollte ist, dass es mir leider an soz. Beweisen, sprich Zeugen mangelt. Bei diesen Ausartungen waren leider nur entweder ihr Mann oder dessen Mutter anwesend und die werden sich vermutlich nicht unbedingt dafür hergeben :-). Der "Anmacher" kommt aus ihrem Bekanntenkreis und scheidet damit a,uch aus und ja Dinge wie mitlaufendes Diktiergerät haben ja, soweit ich weiß leider keinerlei Beweiskraft weil nicht zulässig. So würde es ja so aussehen, als ob ich irgendwelche Behauptungen in den Raum stelle und damit Sie denunzieren möchte ?

Im voraus nochmal vielen Dank !!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2007 | 14:02

Ich verweise auf unser Telephonat vom heutigen Tag.

Hochachtungsvoll

ANTWORT VON

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