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Belästigung durch psychisch kranken Mieter

16.08.2012 22:58 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

Ich lebe seit paar Monaten in einer Mietwohnung. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass sich mein Nachbar nicht normal verhält. Er beschimpfte mich, klopfte an der Wand, schrie zu mir rüber usw. Das ging bis hin zu Morddrohungen.

Ich teilte dies meinem Vermieter mit der Ihn daraufhin kündigte. Jedoch zieht er nicht aus. Jetzt ist einige Zeit vergangen in der ich die Wohnung aus Angst nicht genutzt habe.

Der Vermieter brachte den, wie selbst von Ihm gesagt, psychisch kranken Mann (hat sogar einen Betreuer der paar mal in der Wocher vorbei kommt) nicht aus der Wohnung heraus.

Jetzt möchte ich Ausziehen und sprach den Vermieter auf eine Mietminderung wegen diesen ungewöhnlichen Mietverhältnis an.

Er teilte mir mit das er mit keiner Mietminderung einverstanden ist.


----------


**Nun meine Frage:**

Hätte mir der Vermieter oder Makler nicht vor meinem Einzug sagen müssen das ein psychisch kranker Mann neben mir wohnt? (Er wusste bescheid)

Immerhin gab es schon bevor ich eingezogen bin Probleme mit diesem Mann. Zum Beispiel hatte er einen hervorigen Mieter belästigt. (Ebenfalls Beschimpfungen und hat sogar sein Auto beschädigt)

Falls ich Recht habe und der Vermieter oder Makler mir Bescheid geben hätte müssen, kann ich dann auf eine Mietminderung bestehen? Oder was kann ich sonst tun?


Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann.
16.08.2012 | 23:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Herr J.,

zu Ihren Fragen im Einzelnen:

"Hätte mir der Vermieter oder Makler nicht vor meinem Einzug sagen müssen das ein psychisch kranker Mann neben mir wohnt? (Er wusste bescheid)"

Dies ist nur dann eine Pflicht, wenn sich dadurch Beschränkungen in der Mietsache ergeben würden und diese Beschränkungen offensichtlich waren und für den Vermieter vorhersehbar.
die Beweisführung dürfte allerdings schwierig werden, es sei denn, dass vorherige Nachbarn oder eventuell ihr Vormieter gleiche Probleme hatten.

Der Vermieter haftet aber grundsätzlich nicht für Schäden, die ein Mieter dem anderen zufügt, auch wenn dieser "schwierig im Umgang" sein sollte. Solange die Mietsache dadurch nicht eingeschränkt ist, braucht der Vermieter auch nicht auf solche Gegebenheiten hinzuweisen, sofern diese Gefahr sich nicht ständig verwirklicht (zum Beispiel tägliche Beleidigungen, Beschimpfungen, Beschädigungen).

Eine Mietminderung ist nur dann gegeben, wenn die Mietsache für Sie konkret eingeschränkt war (LG Köln WuM 1989, 623; LG Kassel 1 S 585/06), unabhängig ob der Vermieter etwas dafür konnte oder nicht, da diese verschuldensunabhängig kraft Gesetz eintritt.

Wenn es sogar (beweisbare) Morddrohungen gegeben hat, die ernst zu nehmen waren und der Vermieter auch sonst keine Abhilfe, zum Beispiel durch Sicherheitspersonal oder Kameras bereit stellte und Sie deswegen sich psychisch nicht mehr in Ihre Wohnung trauten, ist dies ein Mietmangel und die Miete kann für die Dauer der Beeinträchtigung gemindert werden. Für die Zeit der Unbewohnbarkeit wäre demnach keine Miete zu entrichten, allerdings ist die Beweislage hinsichtlich der Gefahr und der psychischen Beeinträchtigung (gemessen an einem Durchschnittsbürger) das größte Problem, wenn man einen Prozess führen würde.

Hier müssten dann im Zweifel sogar ärztliche Gutachten eingeholt werden, die einen Prozess schnell kostspielig werden lassen.

Ohne eine Rechtsschutzversicherung im rücken würde ich Ihnen daher dieses Risiko nicht empfehlen einzugehen.


ANTWORT VON

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