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Belästigung durch Zigarettenrauch in der ganzen Wohnung

| 24.08.2016 00:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Wir wohnen als Wohnungseigentümer im 1.oG in einer Maisonette-Wohnung, deren Fenster sich alle auf einer Seite befinden.Unter uns leben zwei Eigentümer,die auf ihrer dortliegenden Terrasse den ganzen Tag sitzen und sehr häufig Zigaretten rauchen.Unsere Wohnung ist von deZigarettenrauch durchdrungen.Für uns ist der intensive Rauch besonders gesundheitsschädigend ,da meine Frau und ich eine chronische Bronchitis haben und ein Atemspray benutzen müssen.Am Abend schließen wir das Schlafzimmerfenster und öffnen es gegen 23 Uhr,um nachts rauchfrei zu schlafen.Jedoch heute (24.08.) wurde um 23Uhr30 verstärkt auf der Terrasse geraucht und der Rauch ist in unser Schlafzimmer gezogen und hat uns aus dem Schlaf geweckt.Es ist schon vorgekommen,dass nachts um 3Uhr30 unter uns geraucht wurde.Vor der Nachbarterrasse ist ein großer Garten.Da könnte man sich eine Raucherecke einrichten.Aber das geschieht nicht.In der Wohnung wird in keinem Fall geraucht!
Was können wir machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Was können wir machen?"


Erster Schritt sollte immer das sachliche Gespräch mit dem Miteigentümer sein, um diesen für das Problem zu sen­si­bi­li­sie­ren. Immerhin vermeidet man bewusst das Rauchen in den eigenen Räumlichkeiten, sodass nicht einzusehen ist weshalb Sie dann nur aufgrund Ihrer höheren Wohnlage dem Zigarettenrauch ungeschützt ausgesetzt sein sollten.

Lässt ein Gespräch keine Klärung im SInne aller Beteiligten zu, werden Sie die Eigentümer schriftlich und nachweisbar zur Unterlassung des Rauchens zu bestimmten Zeiten auffordern müssen. Das Rauchen werden Sie den Eigentümern nicht umfassend verbieten können, möglicherwiese aber schon für bestimmte Zeiträume. Dabei wäre es gut, wenn Sie eine Art Rauchprotokoll führen und die Verstöße damit konkret benennen können.

Gelingt auch dabei keine Einigung, müssten Sie - ggf. nach eventueller Vermittlung durch einen Mediator - gerichtlich gegen den Nachbarn vorgehen. Hierbei werden Sie auf das Problem stoßen, die Verstöße gerichtsverwertbar ( also durch Zeugen, Urkunden, Sachverständige, Augenscheinnahme oder Parteivernehmung) dokumentieren zu können. Hierzu können Sie auf die Erwägungen des BGH aus seinem Urteil vom 16. Januar 2015 ( Az. V ZR 110/14) zurückgreifen.

Soweit Ihnen dies jedoch gelingt, steht Ihnen nach Ihrer Schilderung grundsätzlich ein Abwehranspruch aus den §§ 862, 1004 BGB zumindest für gewisse Zeiträume zu. Hierzu sollten Sie sich im Falle des außergerichtlichen Scheiterns durch eine zivilrechtlich ausgerichtete Kanzlei vor Ort vertreten lassen.





Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 25.08.2016 | 15:20

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