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Bekanntgabepflicht der Verurteilung, Angst vor Berufsverbot und Existenzverlust

| 01.03.2017 09:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Ich wurde als Frau auf einem öffentlichen Platz von 2 Männern belästigt, angetanzt, bedrängt, beleidigt, angebrüllt, bedroht und schließlich tätlich angegriffen (aus dem Stand heraus geboxt). Da ich mich auf diesen Angriff hin reflexartig gewehrt habe, wurde mein Angreifer durch ein Sektglas, dass ich in der Hand hielt an der Kopfschwarte verletzt (Schnittwunde über dem Ohr, ambulant genäht).
Da meine Angreifer als Gruppe unterwegs waren und füreinander falsch ausagten, konnte ich meine Notwehrsituation nicht beweisen und wurde wegen gefährlicher Körperletzung in minderschwerem Fall verurteilt (90 Tagessätze plus Schwerzensgeld plus Prozesskosten).
Ich selbst leide seiher an einer posttraumatischen Belastungsstörung, meide die Öffentlichkeit und befürchte nun einen Existenzverlust.

Meine Frage: Gibt es eine Bekanntgabepflicht der Verurteilung gegenüber einem Berufsverband (keine Kammer) oder einer weisungsberechtigten Behörde, die zu einem Berufsverbot für mich führen kann? (Ich bin freiberuflich im Gesundheitswesen tätig.)
Für eine Anwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich müssen Sie Ihrem Berufsverband oder einer Behörde keine Mitteilungen machen, dass Sie wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden sind.

Je nach Ihrem Einsatzgebiet und Ihrer konkreten Tätigkeit könnte jedoch gegenüber Ihrem Auftraggeber eine solche Verpflichtung gegeben sein, soweit die Kenntnis Ihrer Vorstrafe für den Auftraggeber relevant ist und eine Mitteilungspflicht vertraglich vereinbart worden ist.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 03.03.2017 | 15:44

Sehr geehrter Rechtsanwalt, ich würde gerne wissen, ob eine automatische Weiterleitung solch einer Verurteilung bzw. Gerichtsurteils von der Behörde (Gericht) an Berufsverbände oder andere Behörden zur Information erfolgt. Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.03.2017 | 15:06

Sehr geehrter Fragesteller,

eine generelle Weiterleitung von Urteilen an Behörden oder Berufsverbände gibt es nicht.

Im Einzelfall jedoch beispielsweise bei Ermittlungsverfahren und Urteilen gegen Beschäftige im öffentlichen Dienst erfolgt eine Weiterleitung an den Dienstherrn.

Dies trifft jedoch bei Ihnen nicht zu.

Da Sie jedoch weder konkret den Berufsverband noch die Behörde oder Ihre Beschäftigung benannt haben, kann die Antwort auch nur sehr allgemein ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 05.03.2017 | 13:04

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