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Beim Verkauf des Fahrzeugs durch Händler weiteren Vorschaden aufgedeckt.

| 06.05.2010 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Wir haben 2008 ein 5 Jahre altes Fahrzeug für 9000€ gekauft vom VW Händler.
Der Händler gab an der Wagen hätte 2 Vorschäden (1x 2500 + 1x5000€) welche durch diesen besagten VW Händler behoben wurden.

Der Wagen war jetzt 2 Jahre in unserem Besitz und wir haben diesen 10000km bewegt.

Nun wollten wir den Wagen verkaufen.

Ein anderer Händler hat uns aufgrund der Reparaturhistorie mitgeteilt das der Wagen einen weiteren, einen dritten Schaden in Höhe von 2100€ gehabt hat welcher ebenfalls durch den o.g. VW Händler behoben wurde und können uns aus diesem Grund nur 5000€ für den Wagen zahlen.

Den o.g. VW Händler darauf angesprochen hat dieser uns Angeboten den Wagen für 5500€ zurückzukaufen. Dies wollen wir vorerst nicht akzeptieren.

Wir gehen davon aus das uns dieser Händler arglistig getäuscht hat da der Schaden erstens in der Reparaturhistorie aufgeführt war und zweitens der VW Händler diesen Schaden selbst behoben hat.

Frage:

Besteht hier die Möglichkeit vom Kaufvertrag zurückzutreten und den Kaufpreis abzgl. einer Nutzungsentschädigung (10000km) zurückzufordern?

Frage 2:

Wie berechnet sich diese Nutzungsgebühr?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Angaben.

1.Rücktritt vom Vertrag
Vorliegend kann in der Tat ohne weiteres davon ausgegangen werden, daß
das Fahrzeug auf Grund des weiteren Vorschadens mangelhaft im Sinne des § 434 BGB ist und
der Verkäufer diesen Mangel arglistig verschwiegen hat.
Daher stehen Ihnen Gewährleistungsansprüche gegen den Verkäufer zu. Eine Nacherfüllung scheidet wegen der Art des geschuldeten Gegenstandes (Gebrauchtfahrzeug) aus. Daher können Sie sofort vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis abzgl. Nutzungsentschädigung zurückfordern.

2.Berechnung der Nutzungsentschädigung
Die Höhe der zu zahlenden Nutzungsentschädigung wird üblicherweise nach folgender Methoden ermittelt:
Kaufpreis / zu erwartende Restlaufleistung x gefahrene Kilometer
Die unbekannte Größe in dieser Rechnung ist die mutmaßliche Restlaufleistung. Diese hängt von der Laufleistung bei Kauf und der voraussichtliche Gesamtlaufleistung ab. Diese ist durch Schätzung, nötigenfalls durch Sachverständigengutachten, zu ermitteln. Ein feststehender Betrag kann daher an dieser Stelle nicht genannt werden. Gängig sind jedoch Entschädigungen zwischen 0,4% und 1% des Anschaffungspreises je 1.000 km. Demnach läge die vom Kaufpreis abzuziehende Entschädigung zwischen 360,- € und 900,- €.

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2010 | 13:47

Gibt es hier eine Verjährungsfrist welche sich negativ auf meine Ansprüche auswirken könnte?

Der Vertrag wurde am 05.05.2008 geschlossen.

Vorgesprochen beim Verkäufer und die "unregelmäßigkeiten" vorgetragen haben wir am 03.05.2010.



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.05.2010 | 22:45

Die "normale" Verjährungsfrist für die Gewährleistungsansprüche beträgt zwei Jahre. Die Frist begann mit Übergabe des Fahrzeugs an Sie. Erfolgte die Übergabe ebenfalls am 05.05.2008, so wäre diese bereits verstrichen.

In Ihrem Fall greift allerdings wegen der arglistigen Täuschung über die Vorschäden gemäß § 438 Abs. 3 BGB die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie Kenntnis von den den Anspruch begründenden Umständen erlangten, § 199 Abs. 1 BGB. Ihr Anspruch droht daher frühestens mit Ablauf des Jahres 2011 zu verjähren.

Durch das Gespräch vom 03.05.2010 wird ein möglicher Eintritt der Verjährung nicht verhindert. Die Verjährung tritt nicht ein, wenn Verhandlungen über den Anspruch geführt werden, der Anspruch gerichtlich geltend gemacht wird oder von dem Verkäufer anerkannt wird.

Bewertung des Fragestellers 08.05.2010 | 14:46

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