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Beim Ladendiebstahl erwischt, verliere ich jetzt meinen Job im öffentlichen Dienst?

19.05.2011 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Guten Tag,

ich habe heute einen nicht wieder gutmachenden, schweren Fehler begangen. Diebstahl in einem Laden von 42, Euro.
Warum? Ich weiß es nicht, aber es ist nun passiert und ich bedaure es unendlich. Ich habe so etwas noch nie gemacht. Einen Teil habe ich in den Korb gelegt, den anderen Teil in die Tasche.
Im Laden habe ich alles zugegeben, das Protokoll unterschrieben und die Fangprämie von 100, Euro gezahlt.
Jetzt habe ich Angst vor den Konsequenzen. Ich arbeite im öffentlichen Dienst, bin 56 Jahre und weiß das es jetzt zu einer Strafanzeige kommt und damit wohl auch zu einer Information an den Arbeitgeber. Information im Rahmen von Mistra. Und damit den Verlust meines Arbeitsplatzes?
Was können Sie mir raten oder ist es jetzt schon zu spät dafür und ich muss die Konsequenzen tragen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage! Diese beantworte ich Ihnen wie folgt:

Zunächst darf ich Sie beruhigen. Es dürften Ihnen weder schwerwiegende strafrechtliche noch arbeitsrechtliche Einschnitte bevorstehen.
Strafrechtlich haben Sie sich eines Ladendiebstahls schuldig gemacht. Diebstahl (§ 242 StGB) sieht als Strafe Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Auf das Strafmaß haben verschiedene Faktoren Einfluss. Relevant sind insbesondere die Schadenshöhe und Ihr Nachtatverhalten (Geständnis, Schadenswiedergutmachung etc.).
Angesichts der von Ihnen geschilderten Schadenshöhe und unter der Voraussetzung, dass Sie Ersttäterin sind, gehe ich davon aus, dass das Strafverfahren gegen Sie eingestellt wird. In Betracht kommt insbesondere eine Einstellung nach § 153a StPO (gegen Zahlung einer Geldauflage beispielsweise an eine gemeinnützige Einrichtung).

So Sie Ihren Arbeitgeber nicht selbst über den von ihnen begangenen Diebstahl informieren, steht nicht zu erwarten, dass dieser von dem Diebstahl erfährt. Für Sie besteht keine Verpflichtung im Rahmen des Strafverfahrens Ihren Arbeitgeber zu benennen. Hiervon sollten Sie auch Abstand nehmen!
Eine Verpflichtung Ihrerseits, Ihren Arbeitgeber über die von Ihnen begangenen Straftat in Kenntnis zu setzen, vermag ich derzeit ebenfalls nicht zu erkennen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion ebenso wie für eine weitere Wahrnehmung Ihrer Strafverteidigung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.05.2011 | 19:59

Sehr geehrte Herr Kämpf,
danke für die Antwort.Schwerwiegend? Im schlimmsten Fall? Wenn ich aber Auskunft über meine Person bei der Polizei geben muss und über meine finanzielle Situation, kommt der Arbeitgeber doch raus? Oder?
Sie bieten mir eine Wahrnehmung der Strafverteidigung an, wie kann das konkret ausschauen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.05.2011 | 20:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

„schlimmstenfalls" droht Ihnen eine Geldstrafe, die jedenfalls unter 90 Tagessätzen liegt, also nicht in das Führungszeugnis eingetragen werden wird.
Die Tagessatzhöhe bei einer Geldstrafe errechnet sich aus Ihrem monatlichen Netto abzüglich etwaiger Unterhaltsleistungen geteilt durch 30.

Wie ich Ihnen bereits in meiner ursprünglichen Beantwortung Ihrer Anfrage ausführte, sind Sie nicht dazu verpflichtet, Angaben zu Ihrem Arbeitgeber zu machen. Entsprechende Fragen müssen Sie nicht beantworten. Denn als Beschuldigte in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren haben Sie ein umfassendes Schweigerecht und müssen ausschließlich Angaben zu Ihrer Person (Name, Anschrift, Geburtsdatum/-ort). Fragen zur Sache müsse Sie ebenso wenig beantworten wie solche zu Ihren Einkommensverhältnissen.
Der Ladung zur polizeilichen Beschuldigtenvernehmung müssen Sie im Übrigen nicht Folge leisten!

So Sie mich mit Ihrer Strafverteidigung beauftragen möchten, bitte ich Sie, mich unter info@kanzlei-kaempf.net zu kontaktieren.
Ich würde in der Folge Akteneinsicht in die Ermittlungsakte beantragen und sodann auf eine Einstellung des Verfahrens hinwirken. Ihr Erscheinen bei der Polizei wäre hierzu nicht erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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