Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beim Jugendamt sagte man mir, dass wenn die Scheidung bis zur Geburt der Tochter meiner Noch-Ehefrau


18.06.2007 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Kurz zu meiner Situation:

Ich bin von meiner Frau seit August 2005 getrennt(andere Wohnung usw.). Seit Januar 2006 ist die Scheidung eingereicht.
Nun nach 2 JAhren ist Sie von Ihrem neuen Lebensgefährten im 6. Monat schwanger.
Nach Anruf beim Jugendamt sagte man mir das wenn die Scheidung bis zur Geburt Ihrer Tochter nicht rechtskräftig ist, ich der Vater bin und auch bis es andere Erkenntnisse gibt für den Unterhalt aufkommen muß.

Jetzt sagte man mir auch, das es nichts bringen würde wenn Sie Ihren Lebensgefährten die Vaterschaftsanerkennung jetzt schon unterschreiben ließ, da Sie ja schliesslich die Scheidung bis zur Rechtskräftigkeit zurückziehen könnte.

Frage: ist das alles so korrekt? Ich meine, es kann doch nicht sein das ich nach Deutschem Recht der Vater für ein Kind sein soll, das gar nichts mit mir zu tun hat, oder?
Was kann ich tun?

18.06.2007 | 15:26

Antwort

von


11 Bewertungen
Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Würdigung Ihres Einsatzes wie folgt beantwortete.

Meine Auskunft bezieht sich jedoch nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen einer Online-Beratung nicht erbracht werden. Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen.

Nach § 1592 des bürgerlichen Gesetzbuches ist u. a. Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.

Diese gesetzliche Vermutung gilt jedoch gem. § 1599 Abs. 2 des bürgerlichen Gesetzbuches nicht, wenn das Kind nach Anhängigkeit eines Scheidungsantrages geboren wird und ein Dritter spätestens bis zum Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft des dem Scheidungsantrag stattgebenden Urteils die Vaterschaft anerkennt. Die Anerkennung ist frühestens mit Rechtskraft des dem Scheidungsantrag stattgebenden Urteils wirksam. Weiterhin ist die Zustimmung des Mannes erforderlich, der im Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.

Falls der tatsächlich Kindesvater eine entsprechende Anerkenntniserklärung nicht abgibt, müssten Sie die Vaterschaft anfechten. Dies können Sie nur binnen zwei Jahren machen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, indem Sie von den Umständen Kenntnis erlangen, die gegen die Vaterschaft sprechen. Frühestens beginnt die Frist jedoch mit der Geburt des Kindes.

Es ist also tatsächlich so, dass Sie Vater eines Kindes sind, mit dem Sie eigentlich nichts zu tun haben. Dies ist gesetzliche Vermutung. Diese wird nur aus der Welt geschafft, wenn die Beteiligten entsprechend aktiv werden.

Ich hoffe, mit diesen Angaben einen Einstieg in Lösung Ihres Problems gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Sommer
Rechtsanwalt

www.rechtsanwalt-sommer-gf.de

Gifhorn, dem 18. Juni 2007


ANTWORT VON

11 Bewertungen

Isenbütteler Weg 12
38518 Gifhorn
Tel: 05371 819 200
Web: www.rechtsanwalt-sommer-gf.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht, Schadensersatzrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER