Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.661
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beim Fahrstreifenwechsel geschnitten - Nötigung?


| 16.11.2014 17:20 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Sehr geehrte Rechtsanwälte des Forums,

bereits gestern hatte ich diesbezüglich eine Frage gestellt und auch schon eine Antwort erhalten. Es geht um folgenden Sachverhalt:

Ich fuhr auf einer mehrspurigen Straße (2 Fahrstreifen in meine Fahrtrichtung). Nun fuhr ich auf dem rechten Fahrstreifen und bemerkte leider erst relativ spät, dass die 2 Fahrspuren auf zwei verschiedene Autobahnrichtungen führen und ich auf die linke Spur muss.
Ich setzte den Blinker nach links, sah in den Rück- und Außenspiegel und noch kurz über meine Schulter. Es war kein Verkehrsteilnehmer zu erkennen, also wechselte ich auf den linken Fahrstreifen, woraufhin ich Hupen hörte. Ich sah direkt wieder in die Spiegel und plötzlich war ein Motorradfahrer im Rückspiegel zu erkennen. Vor meinem Spurwechsel hatte ich ihn definitiv nicht gesehen - er war offenbar total im toten Winkel.

Da ich mir Gedanken wegen einer Anzeige mache, hatte ich schonmal recherchiert und stieß auf 30 Euro Bußgeld wegen eines Fahrstreifenwechsels mit Gefährdung, was mir hier im Forum auch bestätigt wurde.

Nun bekomme ich aber Angst, ob es mir nicht gegebenenfalls auch als Nötigung ausgelegt werden könnte? Mit welcher Strafe wäre dann zu rechnen? Ich habe mir bisher nichts zu Schulden kommen lassen außer Falschparken und einer 6km/h-Geschwindigkeitsüberschreitung.
Und würde Nötigung nicht eine Absicht voraussetzen? Die hatte ich ja auf keinen Fall, hätte ich das Motorrad gesehen, wäre ich niemals auf die andere Spur gewechselt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe,

Ratsuchende321

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst müßte der Motorradfahrer Anzeige gegen Sie erstatten. Im Straßenverkehr kommt es täglich zu Situationen, die einen Ordnungswidrigkeits- oder gar einen Straftatbestand verwirklichen. In den wenigsten Fällen kommt es aber auch zur Anzeige.

Allein vor diesem Hintergrund halte ich Ihre Befürchtungen für unbegründet, da Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen können, daß Ihr Fahrfehler weder ein Bußgeld- noch ein Strafverfahren zur Folge haben wird.


2.

Zum Straftatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB:

Die Nötigung scheidet schon tatbestandsmäßig aus, da Sie durch Ihr Verhalten kein bestimmte Reaktion des Motorradfahrers erzwingen wollten.

Ein Beispiel macht das deutlich:

Wenn Sie auf der Autobahn auf der linken Spur einem vor Ihnen fahrenden Fahrzeug dicht auffahren, um zu erreichen, daß der Vorausfahrende die linke Spur verläßt, kann dieses Verhalten als Nötigung einzustufen sein.

Ihr Fall ist dagegegen vollkommen anders gelagert. Sie haben nicht aufgepaßt und das Zweirad, das sich im toten Winkel befand, übersehen. D. h., Sie hatten keinerlei Absicht, den Motorradfahrer zu irgendeinem Verhalten zu zwingen.

Deshalb haben Sie auch keine Nötigung begangen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 16.11.2014 | 19:03


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Der Anwalt ist auf meine Fragen eingegangen. Die Antwort des Anwalts war verständlich formuliert und hat mir ein wenig die Angst genommen. Richtig beruhigt werde ich zwar erst sein, wenn 2-3 Wochen vergangen sind, ohne dass etwas passiert ist, aber für eine erste Orientierung auf jeden Fall hilfreich."
FRAGESTELLER 16.11.2014 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59764 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,2/5,0
Hilfreiche Antwort, die etwas ausführlicher hätte sein können. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
klar und schnell - jederzeit wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde sehr verständlich zu 100% beantwortet. Dankeschön! ...
FRAGESTELLER