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Beifahrer verursacht Schaden


09.06.2007 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Folgendes hat sich vor ca. einem Jahr zugetragen: ich habe einen Bekannten nach einem Schwimmbadbesucht noch ein Stück in die Stadt mitgenommen. Er saß in meinem Pkw und war mit seiner Tochter unterwegs. Da ich nicht genau wußte, wo er wohnt, hat er mir gesagt, er würde an der roten Ampel aussteigen und als ich dort dann angehalten habe, hat er beim schwungvollen öffnen der Beifahrertür einen anderen Pkw, der neben uns an der Ampel stand, beschädigt. Die Sache ist über meine Pkw-Versicherung gelaufen, mein Bekannter jedoch sicherte mir zu, für den aufgetretenen Schaden aufzukommen.
Der Schaden wurde also von der Geschädigten eingreicht, belief sich auf rund 1200 Euro und meine Versicherung zahlte, mein Bekannter wollte mir alles zurückgeben, bis heute habe ich allerdings erst 150 Euro von ihm bekommen, er gibt an, nie geld zu haben und vertröstet mich woche um woche. Meine Geduld und auch mein guter Glaube sind inzwischen überstrapaziert.
Welche Aussicht auf Erfolg hat eine Klage in diesem Fall, seine Liquidität vorrausgesetzt?

mfg
Urmeli

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der zugeteilten Informationen wie folgt beantworten kann:

Da Ihre Haftpflichtversicherung in dieser Sache bereits bezahlt hat, gehe ich davon aus, dass sich Ihre Versicherungsprämie nunmehr erhöht hat.
Nicht immer lohnt es sich, jeden entstandenen Schaden über Ihre Versicherung regulieren zu lassen. Wenn Sie jeden kleinen Schaden über Ihre Versicherung regulieren, so kann sich dies für lange Zeit beitragsbelastend auswirken. Wenn die Haftpflichtversicherung einen gegnerischen Anspruch reguliert, wird oft erst nach Abschluss der Regulierung die Höhe der Ersatzleistung deutlich. Um Ihnen die Möglichkeit der Selbstregulierung zu geben, ist die Versicherung verpflichtet, Sie bei Schadenersatzleistungen unter 500 € darüber zu informieren und die Möglichkeit des Schadenrückkaufs anzubieten. Nach dieser Mitteilung haben Sie sechs Monate Zeit, den bereits regulierten Schaden zurückzukaufen.

Da sich nach den von Ihnen mitgeteilten Informationen der Schaden auf 1.200,00 € belief, war es höchst wahrscheinlich wirtschaftlich sinnvoll, den Schaden über Ihre Versicherung zu regulieren.

Dies hat nun wiederum zur Folge, dass sich Ihr Schaden nicht mehr auf 1.200,00 € (tatsächliche Schadenshöhe beim Unfallgeschehen) beläuft. Der Ihnen entstandene Schaden erstreckt sich nunmehr einzig auf den sogenannten Rückstufungsschaden.

Ihr Versicherungsvertreter wird Ihnen Auskunft darüber geben können, wie sich Ihre Prämien durch das Unfallgeschehen zum Nachteil verändert haben.

Im Hinblick auf die gerichtliche Geltendmachung dieses Schadens gilt folgendes:

Wegen der künftigen Unsicherheiten in der Schadensentwicklung und der daraus folgenden Schwierigkeiten bei der Berechnung kann man den anteiligen Schaden nur jährlich geltend machen.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, Ihren Bekannten zunächst auf Feststellung in Anspruch zu nehmen. In diesem Verfahren wird festgestellt, dass Ihr Bekannter Ihnen gegenüber zur Schadloshaltung verpflichtet ist. Die Höhe des Schadens müsste dann - wie gesagt - jährlich festgestellt werden.

Ich hoffe, Ihnen hiermit eine erste Orientierung vermittelt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 09.06.2007 | 20:56

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für ihre Antwort. Nur um sicher zu gehen, dass ich sie im letzten Absatz richtig verstanden habe: Stimmt es also, dass mein Beifahrer für den Schaden mit gegenüber haftet, auch wenn ich ihn nach Feststellung (ich nehme an, dies bezieht sich auf ein Gerichtsverfahren und bedarf einer Klage, deren Kosten ich selber zu tragen habe?) nur zur jährlichem Ausgleichzahlung verklagen kann? (seine erste Rate in höhe von 150€ würde dann wohl allemal den Schaden fürs erste Jahr abdecken und ich könnte noch in Ruhe auf die Rate vielleicht im nächsten Jahr warten?
Oder würden sie mir auf jeden Fall zu einer "Feststellung des Schadens" raten, da seine Zahlungsmoral ja so schon unter der Zeit zu leiden scheint.

herzlichen dank für ihre mühen

urmeli

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2007 | 09:48

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen wie folgt beantwort:

Ich würde Ihren Bekannten zunächst auf Feststellung verklagen. Hinisichtlich der Kosten gilt, dass Sie nur in Vorkasse treten. Soweit Ihr Bekannter im Rahmen der Feststellungsklage unterliegt, ist er auch zur Kostentragung verpflichtet.

Der Vorteil der Feststellungsklage ist, dass Ihr Bekannter nach Abschluss dieses Verfahrens keine Einwände mehr gegen den eigentlichen Grund seiner Haftung vortragen kann, da über den Grund schon rechtskräftig entschieden wurde.

Im Hinblick auf die Höhe Ihres Schadens müssten Sie bitte Ihren Versicherungsvertreter fragen, wie hoch Ihr Prämienschaden ist.

Sie fragen dann einfach jährlich bei Ihrer Verischerung an, wie hoch der Prämienschaden ist und machen diesen Schaden bei Ihren Bekannten geltend. Wenn Ihr Bekannter nicht zahlen sollte, beantragen Sie einfach den Erlass eines gerichtlichen Mahnbescheides. Ihr Bekannter kann - wenn Sie ein Feststellungsurteil haben - keine Einwände mehr gegen den Grund seiner Kostentragungspflicht mehr erheben.

Daher empfehle ich Ihnen hier die Feststellungsklage. Sofern Ihrerseits hieran Interesse besteht, bin ich Ihnen im Rahmen dieser Klage gerne behilflich.

Mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

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