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Beibehaltung für Minderjärhige Kinder - Doppelte Staatsbürgerschaft

| 26.07.2021 12:57 |
Preis: 48,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgend der Sachverhalt:

Meine Freundin ist doppelte Staatsbürgerin (USA/DE). Ich bin deutscher Staatsbürger. Wir haben gemeinsame Kinder und wohnen beide mit festem gemeinsamen Wohnsitz in Deutschland. Gerne möchten wir versuchen auch für unsere Kinder die doppelte Staatsbürgerschaft (USA/DE) zu beantragen.

Auf Grund der Aufenthaltszeiten meiner Freundin in den USA erfüllen wir nicht die Voraussetzungen die US-Staatsbürgerschaft durch Geburt zu erhalten. Wir könnten diese jedoch über N-600K (Application for Citizenship and Issuance of Certificate Under Section 322 https://www.uscis.gov/n-600k) beantragen, dabei möchten wir jedoch einen Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft für unsere Kinder vermeiden.

Ich habe aus https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__25.html verstanden, dass ich in diesem Fall eine Beibehaltungsgenehmigung benötige. Jedoch habe ich unter https://australien.diplo.de/au-de/service/05-staatsangehoerigkeit/beibehaltung/2069480 gelesen, dass wir in unserem Fall (nur für die Kinder wird beantragt) keine Beibehaltung benötigen. Da das BVA sich für uns nicht zuständig fühlt (Inlandsverfahren) möchte ich meine Frage an Sie richten:

Benötigen wir zwecks Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft eine Beibehaltung für unsere Kinder oder ist diese in diesem Fall nicht notwendig? Vielen Dank.

26.07.2021 | 13:56

Antwort

von


(1777)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Übersichtlichkeit und der Verständlichkeit halber zitiere ich noch mal die von Ihnen erwähnte Vorschrift:

Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)
§ 25

"(1) Ein Deutscher verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters erfolgt, der Vertretene jedoch nur, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte. Der Verlust nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 3 abgeschlossen hat.

(2) Die Staatsangehörigkeit verliert nicht, wer vor dem Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit auf seinen Antrag die schriftliche Genehmigung der zuständigen Behörde zur Beibehaltung seiner Staatsangehörigkeit erhalten hat. Hat ein Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, ist die deutsche Auslandsvertretung zu hören. Bei der Entscheidung über einen Antrag nach Satz 1 sind die öffentlichen und privaten Belange abzuwägen. Bei einem Antragsteller, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, ist insbesondere zu berücksichtigen, ob er fortbestehende Bindungen an Deutschland glaubhaft machen kann."

Ihr minderjähriges Kind benötigt in der Tat keine Beibehaltungsgenehmigung (was ich hiermit bestätigen kann), wenn:

- ein sorgeberechtigter Elternteil nicht die deutsche, sondern eine andere Staatsangehörigkeit besitzt
oder

- nur für das Kind die ausländische Staatsangehörigkeit beantragt wird
oder

- nur für einen der beiden sorgeberechtigten Elternteile und das Kind die ausländische Staatsangehörigkeit beantragt wird.

Die zweite Alternative ist hier einschlägig, wenn Ihre Kinder wie hier deutsche Staatsbürger sind.

Ein Deutscher [Ihre Kinder] verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf seinen Antrag oder auf den Antrag des gesetzlichen Vertreters [Eltern der Kinder, also Sie] erfolgt, der [b]Vertretene [Kinder] jedoch nur[/b], wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen nach § 19 die Entlassung beantragt werden könnte.

Die Entlassung einer Person, die unter elterlicher Sorge oder unter Vormundschaft steht, kann nur von dem gesetzlichen Vertreter und nur mit Genehmigung des deutschen Familiengerichts beantragt werden, § 19 StAG.

Deutsche, die ihren Lebensmittelpunkt im Inland haben, wenden sich an die für ihren Wohnort zuständige innerdeutsche Staatsangehörigkeitsbehörde bzw. an das Familiengericht am Wohnort des Kindes, dem dortigen Amtsgericht.
Ich würde mich an beiden Stellen (Staatsangehörigkeitsbehörde/Ausländerbehörde bzw. Amtsgericht, Familiengericht) schriftlich wenden und mir das bestätigen lassen, bevor Sie einen weiteren Schritt tun, hin zur US-amerikanischen Staatsangehörigkeit. So wären Sie auf der sicheren Seite.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 26.07.2021 | 14:10

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