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Bei mehreren Tätigkeiten Versicherungsbeitrag oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze?

14.03.2015 17:48 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Ich übe eine selbständige Tätigkeit aus für die ich Rentenversicherungsbeiträge unter Ausschöpfung der Beitragsbemessungsgrenze an ein berufsständisches Versorgungswerk zahle. Ich beabsichtige darüber hinaus in einer anderen Branche eine Tätigkeit im Angestelltenverhältnis mit einer Vergütung oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze aufzunehmen. Zeitlich wird dann die Tätigkeit im Anstellungsverhältnis überwiegen. Von den Einnahmen her sind beide Tätigkeiten etwa gleichwertig.

Wie wird eine solche Konstellation rentenversicherungsrechtlich behandelt? Kann es dazu kommen, dass ich aus beiden Tätigkeiten Rentenversicherungsbeiträge abführen muss, also für mich dann die doppelte Beitragsbemessungsgrenze gilt. Wenn nicht, welche Tätigkeit ist vorrangig rentenversicherungspflichtig?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Kann es dazu kommen, dass ich aus beiden Tätigkeiten Rentenversicherungsbeiträge abführen muss, also für mich dann die doppelte Beitragsbemessungsgrenze gilt?

Hierbei müssen Sie bedenken, dass laut der Satzungen der meisten Versorgungswerke die Einnahmen aus der verkammerten Tätigkeit an das Versorgungswerk bis zur Beitragsbemessungsgrenze abzuführen sind, wobei die BBG nur eine Rechengröße darstellt.

Üben Sie dann noch eine Tätigkeit aus, die der Rentenversicherungspflicht nach dem SGB VI unterliegt, sind Sie mit dieser Tätigkeit in der GRV rentenversicherungspflichtig nach <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_VI/162.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 162 SGB VI: Beitragspflichtige Einnahmen Beschäftigter">§ 162 SGB VI</a> .

Das Erreichen in einer der beiden Versorgungseinrichtungen entbindet nicht von der Zahlpflicht in der anderen Versorungseinrichtung.

Sie erwerben dann Versorgungsanwartschaften aus beiden Versorgungseinrichtungen.

Da geht es Ihnen wie mir. Auch ich übe 2 Tätigkeiten aus. Die eine pflichtig im Versorgungswerk, die andere in der GRV.

Die Lösung ist einfach und politischer Natur.

Abschaffung der Befreiungsmöglichkeit nach <a href="http://dejure.org/gesetze/SGB_VI/6.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 6 SGB VI: Befreiung von der Versicherungspflicht">§ 6 SGB VI</a> und Auflösung sämtlicher berufsständischer Versorgungswerke und Überführung in die GRV.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
<!--dejureok-->

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