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Bei der Kündigung der Coronabonus abgezogen

25.04.2021 17:51 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
Im November 2020 habe ich einen Coronabonus in H. von 1125 Euro bekommen. Meine Chefin hat in der Lohnabrechnung dazu geschrieben: Bei der Kündigung vor 31.03.2021 soll die Sondernzahlung zurücküberweisen.
Ich habe in der Firma mehr als 12 Jahre gearbeitet , aber wegen Druck und Möbing habe ich am 22.01.21 die Eigenkündigung abgegeben. Kündigungsfrist war 28.02.21, aber nachdem Gespräch mit meiner Chefin haben wir vereinbart, dass ich bis 31.03.21 arbeite. Ich habe bis letzten Tag gearbeitet. Aber meine Chefin bei der Lohnabrechnung für März hat den Coronabonus abgezogen. Ist so korrekt? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen. Natalia Stashkevich

25.04.2021 | 19:34

Antwort

von


(1969)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich halte hier den Abzug der Bonuszahlung aus mehreren Gründen für unwirksam. Es scheint nach Ihren Angaben bereits an einer wirksamen Rückzahlungsvereinbarung zu fehlen.

Ein pauschaler Hinweis mit einem festen Stichtag auf der Lohnabrechnung reicht nicht aus, es fehlt schon an der Unterscheidung nach dem Kündigungsgrund (vgl. BAG, 24.10.2007 - 10 AZR 825/06). Denn eine Rückzahlung darf nicht gefordert werden, wenn der Arbeitgeber mit Mobbing etc. Ihre Kündigung provoziert hat.

Zudem belohnt die Corona-Prämie vor allem die bereits geleistete Mehrarbeit aufgrund der Pandemie und dient nicht vorrangig der Belohnung der zukünftigen Betriebstreue, weshalb eine Kündigung im Folgejahr nicht die Rückzahlung rechtfertigt. Dies gilt insbesondere für die neu geregelte steuerfreie Corona-Prämie, bei der der Gesetzgeber keine Rückzahlung bei späterer Kündigung vorgesehen hat.

Und nicht zuletzt arbeiten Sie am angegebenen Stichtag 31.03.2021 noch, das Arbeitsverhältnis endet erst mit Ablauf des Tages. Und der Stichtag ist in einer solchen Regelung grundsätzlich so auszulegen, dass nicht der Tag der Kündigung, sondern der Ablauf des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung gemeint ist.

Sie sollten daher umgehend schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber der Lohnabrechnung und dem dortigen Abzug der Prämie widersprechen und eine Korrektur der Abrechnung und Auszahlung des vollen Lohnes verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

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