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Bei Teilzeitstelle: wöchentliche Höchstabeitszeit,Überstunden ect.

| 19.03.2008 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag.

Seit wenigen Monaten habe ich meine Stelle von 100 % um 20 % reduziert.
Im Änderungsvertrag ist nun eine wöchentliche Arbeitszeit von 30,8 Stunden angegeben.

Meine Fragen:

Im AZG gibt es Bestimmungen über wöchentliche Höchstarbeitszeit, Tägliche Arbeitszeit, mögliche Verlängerung der Arbeitszeit u.s.w.

Wie verhalten sich diese Angaben auf meine Teilzeitstelle?

Auf den Monat gesehen - wie dürfen Minus oder Überstunden verlangt werden?

Danke.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Die zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber neu vereinbarte Arbeitszeit beträgt nun 30,8 Stunden. Die im Arbeitszeitgesetz geregelten Höchstarbeitszeiten werden nicht dadurch verringert, dass Sie jetzt nicht mehr Vollzeit sondern nur noch Teilzeit arbeiten. Das heißt, dass auch für Ihren Arbeitsvertrag die im Arbeitszeitgesetz geregelten Zeiten Gültigkeit haben und nicht etwa reduziert sind.

Wie viel Sie tatsächlich arbeiten müssen, ergibt sich grundsätzlich aus dem Arbeitsvertrag. Wenn dieser keine ausdrückliche Regelung über die tägliche Arbeitszeit enthält, gilt entweder das, was bereits länger tatsächlich durchgeführt wird oder im Zweifel das, was branchenüblich ist.

Auch muss im Arbeitsvertrag vereinbart sein, wenn Überstunden geleistet werden müssen. Jedoch kann sich dies auch daraus ergeben, dass grundsätzlich in dem Betrieb Überstunden geleistet werden. Diese Überstunden können ausbezahlt verlangt werden beziehungsweise bei entsprechender Vereinbarung durch Freizeitausgleich kompensiert werden.

Wenn sich Minusstunden daraus ergeben, dass Ihr Arbeitgeber keine Arbeit für Sie hat, so können diese Ihnen grundsätzlich nicht abgezogen werden, weil es sich hierbei um Betriebsrisiko handelt, welches den Arbeitgeber trifft. Etwas anderes gilt nur dann, wenn in dem Betrieb Gleitzeit durchgeführt wird und Sie mehr oder weniger selbst bestimmen, wann Sie arbeiten.

Eine abschließende Beurteilung hierzu kann nur nach kompletter Durchsicht Ihres Arbeitsvertrages erfolgen.

Ich hoffe, ich konnte ein hilfreicher ersten Überblick verschaffen und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin


info@recht-kanzleischorn.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.03.2008 | 12:57

Noch mal zu Verständniss:

Also kann ich vom Arbeitgeber trotz Arbeitsvertrag über 30,8 Stunden bis zu maximal 48 Stunden (AZG) in der Woche eingeteilt werden?

Dies würde für mich dem Sinn und Zweck für eine Stellenreduzierung widersprechen.

Vielen Dank nochmal.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.03.2008 | 13:03

Sehr geehrte Ratsuchender,

danke für die Nachfrage. Nach dem Arbeitszeitgesetz können Sie bis zu maximal 48 Stunden eingeteilt werden, denn das Arbeitszeitgesetz regelt nur die Höchstdauer der insgesamt zumutbaren Arbeitsstunden.

Jedoch heißt dies nicht, dass jeder Teilzeitarbeitnehmer bis zu 48 Stunden in der Woche arbeiten muss. Vielmehr muss der entsprechende Arbeitsvertrag hierauf überprüft werden, ob und welche Höhe Überstunden zu leisten sind. Bei einer Reduzierung eines vorher bestandenen Vollzeitvertrages sprechen schon die Umstände dafür, dass in der Zukunft keine Vollzeittätigkeit erwartet werden kann. Sofern jedoch vereinbart ist, dass Überstunden zu leisten sind, müssen diese in gewissem Umfang auch geleistet werden.

Ich hoffe, ich konnte nun alle noch offenen Fragen

Ergänzung vom Anwalt 19.03.2008 | 13:03

...beantworten.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin

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