Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bei Rot geblitzt


19.11.2007 23:14 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag,
bin heute in den Abenstunden geblitzt worden.
Der Blitzer registriert offensichtlich zu schnell und Rotlichtverstoß.
Falls ich zu schnell war ( Vmax. 50 in der Stadt) war es nicht viel, hab nicht groß auf den Tacho geschaut...)
Mir geht es um den Rotlichtverstoß.
Als ich auf Höhe des Ampelmastes war( exakt Wagenmitte Höhe Ampelmast), war die Ampel noch gelb hat aber glaube Höhe Hinterrad auf Rot umgeschaltet.
Natürlich gibt es gleich den ersten Blitzer. Ich sofort perplex in die Eisen und stand. Nun was tun ? Ich ging nach ein paar Schrecksekunden (viel. 3-5 Sek.) von der Bremse und ließ den Wagen vorsichtig in den Kreuzungsbereich weiterrollen (abschüssige Strecke !) Wums, da kommt der nächste Blitzer !!! Und dieser dürfte mir wohl nach der 1 Sekunden Regel das Genick brechen, sehe ich das richtig ?
Und jetzt kommt das größte Problem:
Ich bin beruflich auf den FS defintiv angewiesen. Ohne FS geht nichts !
Frage 1: Ist das als qualifzierter Rotlichtverstoß zu werten, also mit FS Entzug ?
Frage 2: Hab ich eine Chance, welche auch immer, den FS zu behalten, z.B. höhere Geldstrafe ?
Habe keine Punkte in Flensburg, bisher nie FS Entzug gehabt.

Danke für Ihre Antwort, ich richte mich mal aufs schlimmste ein, denn meistens kommt es ja auch so..., das wäre bei mir definitiver Jobverlust und dann der damit einhergehende Rattenschwanz des priv. und wirtschaftl. Abwärtsstrudels !

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich
Ihre Fragestellungen wie folgt:

zu 1)

In dem von Ihnen geschilderten Fall könnte es ich um einen fahrlässig begangenen Rotlichtverstoß bei einer Rotlichtdauer von mehr als einer Sekunde (qualifizierten Rotlichtverstoß) handeln.
Ampelkreuzungen werden häufig durch Kameras überwacht, um Rotlichtverstöße zu erfassen. Es werden zwei Induktionsschleifen, A-Schleife und B-Schleife, in die Straßendecke eingesetzt. Beim Überfahren jeder dieser Schleifen wird ein Foto ausgelöst. Jeder Rotlichtverstoß wird somit durch zwei Fotos (A- bzw. B-Foto) dokumentiert. Überfahren Sie nun die erste Schleife und stoppen danach, überfahren Sie also nicht auch die zweite Schleife, wird ein sog. Zwangsfoto ca. 2 bis 3 Sekunden nach dem ersten Foto geschossen, um zu dokumentieren, wo sich Ihr Fahrzeug befunden hat. Auf beiden Fotos wird die Zeit festgehalten, wann die jeweilige Induktionsschleife seit Beginn der Rotlichtphase überfahren wurde. Ein qualifizierter Rotlichtverstoß wird mit 4 Punkten einen Fahrverbot von einem Monat und € 125,-- geahndet, während ein einfacher Verstoß mit 3 Punkten und einem Bußgeld von € 50,-- sanktioniert ist.

Nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass die Tatbestandsvoraussetzungen für einen qualifizierten Verstoß erfüllt sind. Ihre letzte Hoffung könnte sein, dass auf dem Foto aufgrund der geringen örtlichen Veränderung Ihres Fahrzeugs auch dem Sachbearbeiter auffallen könnte, dass Sie angehalten und Ihr Fahrzeug nicht weiter bewegt haben. Wenn Sie Glück haben, wird Ihr Foto aussortiert. Im schlimmsten Fall liegt ein qualifizierter Rotlichtverstoß vor.

zu 2)

Sollten Sie eine Anhörung oder ein Bescheid erreichen, gehe ich davon aus, dass Sie gute Chancen haben, dass ausnahmsweise vom Fahrverbot abgesehen und im Gegenzug dafür die Geldbuße erhöht wird. Ich rate Ihnen, in diesem Fall sofort vor Ort einen Anwalt zu beauftragen, der Akteneinsicht beantragt. Ggf. sind Sie auf dem Foto nicht erkennbar oder Fehler im Messvorgang können festgestellt werden. Sollte sich kein formeller Fehler aus der Akte ergeben, kann der Anwalt sich sogleich für Sie zur Sache einlassen und darlegen, dass Sie beruflich dringend auf die Fahrerlaubnis angewiesen sind und aufgrund des ersten Blitzens sehr verwirrt waren und sogar angehalten haben. Anhand des Inspektionsscheckheft, Tankquittungen oder anderen Belege sollten Sie Ihre Gesamtfahrleistung glaubhaft belegen. Zumindest in Nordrhein-Westfalen gehen die Behörden zumeist auf die Bitte des Beschuldigten ein und verdoppeln das Bußgeld, jedenfalls wenn keine Voreintragungen im Verkehrszentralregister bestehen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER