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Bei Corona Erkrankung (ungeimpft) keine Lohnfortzahlung in der Quarantäne

18.01.2022 08:32 |
Preis: 53,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Ungeübte Personen können im Fall einer Quarantäne aufgrund einer Coronaerkrankung keine Entschädigung mehr nach dem Infektionsschutzgesetz verlangen. Im Fall von Symptomen, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führen, besteht aber ein Anspruch auf Entgeltzahlung im Krankheitsfall gegen den Arbeitgeber.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde ( Impfstatus ungeimpft ) am 28.12.21 mit einem PCR Test auf Corona positiv getestet.
Ich habe eine Email mit dem PCR Test bekommen mit der Aufforderung mich sofort in Quarantäne zu begeben, was ich auch tat.
Ich habe mich auf der Seite vom Gesundheitsamt als Corona erkrankt registriert und meinen Arbeitgeber davon unterrichtet.
Ich habe ein Quarantäne Schreiben vom Gesundheitsamt bekommen in dem stand das ich bis einschließlich bis 10.01.22 in Quarantäne bleiben muss, was ich auch getan habe.
Da ich am 11.01.22 wieder auf Arbeit wollte musste ich einen Corona Schnelltest machen. Dieser ergab einen ganz leichten Strich bei Corona positiv. Ich habe dem Mitarbeiter im Testzentrum mitgeteilt das ich Corona erkrankt und in Quarantäne war. Er war der Meinung das die Infektion beim mir wahrscheinlich am abklingen sein, ich müsse aber trotzdem einen PCR Test machen lassen.
Am 11.01.22 habe ich einen PCR Test machen lassen. Dieser Test viel auch positiv aus. In der Email mit dem Testergebnis stand

"Sehr geehrter Herr *******



Sie erhalten hier den Befund Ihres PCR-Tests, welcher positiv ausfiel.

Das Gesundheitsamt wurde informiert.



Hinweis: Nach einer Allgemeinverfügung des Wartburgkreises müssen sich positiv Getestete und Kontaktpersonen selbstständig in Quarantäne begeben und sich online beim Gesundheitsamt melden. https://www.wartburgkreis.de/leben-im-wartburgkreis/gesundheit/aktuelle-informationen-zum-corona-virus/aktuelle-regelungen-im-wartburgkreis



Ich wünsche Ihnen gute Genesung. "

Ich habe mich in Quarantäne begeben meinen Arbeitgeber davon unterrichtet und mich auf der Webseite vom Gesundheitsamt als Corona positiv gemeldet. Eine Email vom Gesundheitsamt wo es bestätigt wurde das ich mich Corona positiv gemeldet habe ist bei mir angekommen.
Da ich bis 16.01.22 kein Quarantäne Schreiben vom Gesundheitsamt bekommen hatte, fragte ich per Email beim Gesundheitsamt nach dem Schreiben nach, weil der Arbeitgeber wissen wollte wie lange ich in Quarantäne bin.
Mir wurde danach vom Gesundheitsamt telefonisch mitgeteilt, das ich ab 11.1.22 gar nicht in Quarantäne hätte gehen brauchen. Auf meine Anfrage warum ich trotz positiven PRC Test nicht in Quarantäne brächte, war die Antwort das der PCR Test so sensibel ist und auch noch 2 Wochen nach der Infektion den Test als positiv anzeigen würden.
Ich habe den Arbeitgeber davon unterrichtet. Dort wusste man auch nicht ob ich nun zur Arbeit kommen darf oder nicht und ob die Zeit vom 11.01.22 bis heute als Quarantäne Zeit gewertet wird oder nicht.
Muss das Gesundheitsamt mir noch eine Quarantäne Bescheinigung für den Zeitraum vom 11.1.22 bis heute zusenden oder nicht?

Mein Arbeitgeber hat mir auch mitgeteilt, das die Rechtsabteilung der Auffassung ist das ich für den Zeitraum der Corona Quarantäne keine Entgeltfortzahlung erhalte. Ich bekomme entweder für diesen Zeitraum der Quarantäne kein Geld oder ich müsste meinen Urlaub für diesen Zeitraum nehmen, so der Vorschlag der Personalabteilung.

Meine Frage ist ob das so richtig ist was die Personalabteilung mir mitgeteilt hat?

Auf der Webseite
" https://www.tk.de/firmenkunden/service/fachthemen/coronavirus-arbeitgeber/keine-ifsg-erstattungen-fuer-ungeimpfte-2115434 "
habe ich folgenden Eintrag gefunden.

"Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit nicht betroffen
Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist davon nicht betroffen. Wer an Covid-19 erkrankt und nicht geimpft war, hat weiterhin Anspruch auf Entgeltfortzahlung und Krankheitsgeld. Ob zusätzlich zur Erkrankung eine Quarantäne behördlich angeordnet wird, spielt keine Rolle. "

Ist diese Aussage auf der Webseite rechtlich noch aktuell?

Mit freundlichen Grüßen


18.01.2022 | 09:34

Antwort

von


(587)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Die Aussage auf der Homepage der Technikerkasse ist rechtlich noch aktuell. Allerdings berichten sie nicht, ob sie denn seit dem 11.01.2022 arbeitsunfähig erkrankt sind also die Erkrankung mit dem Corona-Virus so schwere Symptome hattew, dass sie nicht arbeiten gehen können wie etwa Fieber, Kopfschmerzen o. ä. Da Sie mitteilen, dass sie am 11.01.2022 wieder arbeiten wollten, gehe ich eher davon aus, dass dies nicht der Fall war. Natürlich müssten Sie die Erkrankung dann auch mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachweisen. Inwieweit ein Arzt sich in der Lage sieht, sie bei einer aktuellen Untersuchung rückwirkend zum 11.1.2022 arbeitsunfähig zu schreiben, kann ich nicht abschätzen.

Ansonsten ist es richtig, dass gemäß § 56 Abs. 1 S. 3 Infektionsschutzgesetz eine Entschädigungszahlung für die Zeit der Quarantäne nicht verlangt werden kann, wenn die Infektion durch eine öffentlich empfohlene Impfung hätte vermieden werden können. Hiervon wird im Hinblick auf das Coronavirus seit dem letzten Herbst ausgegangen.

Im Hinblick auf die Dauer der Quarantäne ist es aufgrund der Allgemeinverfügung vom 20.12.2021 des Wartburgkreises wohl so, dass die Quarantänedauer vierzehn Tage beträgt. Es gibt dann einen Erlass des Thüringer Arbeitsministeriums mit Wirkung ab dem 11.01.2022, wonach bei einer Infektion mit der Omikron-Variante die Quarantäne auf zehn Tage verkürzt werden kann und eine Freitestung nach sieben Tagen möglich ist. Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen können die Quarantäne auf sieben Tage verkürzen, wenn ein negativer PCR-Test vorgelegt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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