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Bei Auszug nur Zeitwert zu zahlen bei Beschädigung Dielenboden?

| 17.04.2016 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgende Frage:
Meine WG plant sich aufzulösen. Die Miet-Wohnung wurde von uns vor 14 Jahren frisch renoviert bezogen. Auch der Dielenboden war neu geschliffen und versiegelt. Jetzt müssen wir renovieren.
Vor allem machen wir uns wegen des Dielenbodens Gedanken. Dieser weist nach 14 Jahren WG neben größtenteils kleineren Schäden auch folgende Abnutzungsspuren auf:
- einige Zentimeter lange und tiefere Kratz/Schleifspuren/Schrammen; Abnutzung durch Bürostühle unter Schreibtischen
- und in einem Raum auch einige kleinere Löcher (Stecknadelkopf groß), welche von einer Mitbewohnerin in den Boden geschlagen wurden (mit Nägeln)!
Nach unserem Wissen ist es so, dass dies eine über die normale vertragliche Abnutzung hinausgehende Beschädigung darstellt und wir hier schadensersatzpflichtig sind.
Frage:
1. Muss der Boden beim Auszug nur abgeschliffen und versiegelt werden. Oder kann der Vermieter verlangen, dass in dem Raum mit den Löchern auch die Dielen ersetzt werden?
2. Müssen wir die gesamten Kosten hierfür tragen, oder nur den Anteil nach dem Zeitwert des Dielenbodens. Schließlich ist er ja schon 14 Jahre alt. Bei einer Haltbarkeit von ca. 30 Jahren also 50%?

Vielen Dank für Ihre Auskunft

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

1.
Gemäß Par. 249 Abs. 1 BGB muss der Schaden wiedergutgemacht werden, wobei der Vermieter jedoch keinen Anspruch auf Besserstellung hat. Sofern es technisch möglich sein sollte, den Schaden durch bloßes Ausbessern zu beseitigen, reicht dies aus. Im Streitfall müsste diese Frage
letztlich von einem Sachverständigenicht geklärt werden.

2.
Im Rahmen der Schadensbeseitigigung ist - wie Sie richtig vermuten - der Zeitwert zu beachten. Dessen Höhe kann hier nicht abschließend beurteilt werden.

Sie sollten insofern mit dem Vermieter verhandeln, um eine streitvermeidende Eingang zu erzielen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2016 | 22:27

Eine Nachfrage zu ihrer Antwort: Ist die Annahme nach 14 Jahren UNGEFÄHR/ganz grob 50% zu zahlen realistisch? Oder liegen wir da völlig falsch?
Danke!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2016 | 22:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Hier wird es auf den tatsächlichen Abnutzungsgrad ankommen, der in jedem Einzelfall individuell festgestellt werden muss. Aus diesem Grund kann aus der Ferne leider keine seriöse Einschätzung vorgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.04.2016 | 22:49

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FRAGESTELLER 17.04.2016 4,6/5,0