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Behördliches Führungszeugnis für wissenschaftlichen Mitarbeiter

30.03.2005 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


15:54
Hallo,
ich wurde im Mai 2003 wegen einer Trunkenheitsfahrt (2,16 Promille, fahrlässige Trunkenheit im Verkehr) verurteilt. Meine Strafe war Führerscheinentzug für 9 Monate und 30 Tagessätze a 20 Euro.
In meinem polizeilichen Führungszeugnis steht dies alles nicht drin.Ich habe nun ein Jobangebot bei einer Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dort soll ich ein Führungszeugnis für angestellte im öffentlichen Dienst vorlegen. Meine Frage: ist dies das sogenannte "behördliche Führungszeugnis" Typ O? Und vor allem: Steht meine Tat dort vermerkt???
30.03.2005 | 13:53

Antwort

von


(2354)
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26135 Oldenburg
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Sehr geehrter Ratsuchender,

wie Sie schon vermutet haben, dürfte es sich um ein Führungszeugnis Typ O handeln. Dieses wird direkt an die Behörde geschickt, wobei Sie aber auch verlangen können, dass dieses zuerst an ein von Ihnen zu bennendes Amtsgericht geschickt wird, bei dem Sie es dann einsehen können.

So wie Sie es schildern, wird Ihre Verurteilung aber nicht in dem Führungszeugnis vermerkt sein, da die Voraussetzungen des § 32 Abs. 3 BZRG hier nicht vorliegen dürften.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2005 | 15:33

Danke für Ihre schnelle Antwort.

ich schildere Ihnen den Fall hier nocheinmal.
Eswäre nett, wenn Sie nochmals eine kurze Einschätzung abgeben würden.
Anfang April 2003 wurde ich "erwischt" wurde dann Ende Mai 2003 verurteilt. Es gab einen Strafbefehl, der mir den Führerschein entzog, ich musste den Idiotentest machen und wurde zu 30 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt.

Der Grund meiner nochmaligen Nachfrage ist, nochmals ganz sicher zu gehen, da mir mein damaliger Anwalt sehr viel "Mist" erzählt hat. Er meinte dies alles würde sogar in meinem normalen polizeilichen Führungszeugnis stehen. Dies war dann nicht der Fall, doch habe ich etwas Angst, dass nun im - strengeren - behördlichen Zeugnis etwas vermerkt sein könnte.


vielen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2005 | 15:54

In einem Führungszeugnis sind nur Verurteilungen aufzunehmen, wenn die Geldstrfe 90 Tagessätze übersteigt (§ 32 II Ziff. 5 BZRG , welches über unsere Homepage eingesehen werden kann).

Sie haben "nur" 30 Tagessätze bekommen, so dass es nicht zur Eintragung kommen wird.

Wie ich bereits geschrieben habe, haben Sie aber auch die Möglichkeit zu beantragen, dass das Führungszeugnis zur Einsicht an ein Amtsgericht geschickt wird; stellen Sie diesen Antrag bei Ihrer Meldebehörde. Beim Amtsgericht können Sie sich dann davon überzeugen, welche Eintragungen vorhanden sind (Ich glaube, Ihr damaliger RA hat wirklich Mist erzählt).

ANTWORT VON

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