Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Behördliches Führungszeugnis bei Anstellung als Lehrer

| 20.04.2009 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe mehrere Fragen zu folgendem Sachverhalt:

Ich habe eine Anstellung als Lehrer in Aussicht. Allerdings wird nun ein behördliches Führungszeugnis verlangt. Meine Frage lautet ob ich mit Eintragungen zu rechnen habe (Im "normalen" Führungszeugnis sind keine Einträge vorhanden).

Leider hatte ich in der Vergangenheit einige Gerichtsverhandlungen und Verurteilungen.

1.
1995 wurde ich wegen eines 1994 verübten BtmG Verstosses nach Jugendstrafrecht zu ca. 50 Arbeitsstunden verurteilt. (Bin 1978 geboren, war damals also 16). Leider habe ich zu diesem Urteil keine Unterlagen mehr und kann das Strafmass daher nur grob angeben.

2.
1996 wurde ein Verfahren (wieder BtmG) nach §170 2 StPO gegen mich eingestellt

3.
1999 wurde ich wegen fahrlässiger Gefährdung des Strassen-verkehrs in Tatmehrheit mit unerlaubten Entfernen vom Unfallort zu 60 Tagessätzen verurteilt. (§315c Abs.1 Nr1a; Abs.3 Nr2; 142 Abs.1 Nr2; 69; 69a; 53 StGB). Ich denke das auch diese Verurteilung nach Jugendstrafrecht war, da im Aktenzeichen "Js XXXX/XX jug." steht
Daraufhin wurde mir auch der Führerschein entzogen (Sperre bis 06/2000). Seitdem habe ich auch nicht versucht den Führerschein wieder zu beantragen


Seitdem keinerlei Konflikt mit dem Gesetz

Meine Fragen lauten nun:

-Ist mit Eintragungen ins behördliche Führungszeugnis zu rechnen?
-Ist mit der Eintragung einer Verwaltungsbehördlichen Maßnahme (Führerscheinentzug) zu rechnen?
-Hat die Behörde Einsicht ins Bundeszentralregister, wenn ja ist dort mit Eintragungen zu rechnen?

Danke für Ihre Bemühungen
20.04.2009 | 17:07

Antwort

von


(933)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Ist mit Eintragungen ins behördliche Führungszeugnis zu rechnen?

Nein, es muss nicht mit Eintragungen in das Führungszeugnis gerechnet werden.

Für das Führungszeugnis – welches nur auf Antrag erteilt wird – richtet sich die Dauer der Aufnahme nach den §§ 32 ff. BZRG . Die Dauer der einzelnen Aufnahme der vorliegenden Verurteilungen beträgt jeweils drei Jahre (§ 34 Absatz 1 Nr. 1 a) BZRG ).

Die Verurteilung aus dem Jahr 1995 (Arbeitsstunden) hat keinen Eingang in das Führungszeugnis gefunden, § 32 Absatz 2 BZRG . Die Verurteilung bzw. Einstellung aus dem Jahr 1996 hat ebenfalls keinen Eingang in das Führungszeugnis gefunden, § 32 BZRG Absatz 2 . Die Verurteilung aus dem Jahr 1999 (Geldstrafe) hat auch keinen Eingang gefunden, § 32 Absatz 2 BZRG .

Damit liegen folglich keine Eintragungen in einem Führungszeugnis vor. Selbst wenn hier Eintragungen erfolgt wären, wären diese aufgrund der 10 Jahre ohne Verurteilungen mittlerweile getilgt, das heißt wieder aus dem Führungszeugnis gelöscht.

2. Ist mit der Eintragung einer Verwaltungsbehördlichen Maßnahme (Führerscheinentzug) zu rechnen?

Auch dies wird sich nicht finden.

3. Hat die Behörde Einsicht ins Bundeszentralregister (BZR), wenn ja ist dort mit Eintragungen zu rechnen?

Ja, die Behörde kann auf ausdrückliches Ersuchen hin Einsicht in das BZR nehmen. Es werden im BZR in der Regel alle Verurteilungen eingetragen. Allerdings werden dieser nach einer bestimmten Frist getilgt, § 45 BZRG . Hier liegt die letzte Verurteilung etwa 10 Jahre zurück. Die von Ihnen genannten Verurteilungen waren allesamt entsprechend § 46 Abs. 1 Nr. 1 BZRG nach 5 Jahren zu tilgen.

Damit sind nunmehr alle Eintragungen aus dem BZR entfernt und die Behörde wird dementsprechend auch keine Eintragungen mehr vorfinden.


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Bewertung des Fragestellers 20.04.2009 | 17:12

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Steffan Schwerin »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.04.2009
3,8/5,0

ANTWORT VON

(933)

Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Zivilrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht