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Behördliches Führungszeugnis Belegart 0 - Eintrag ja oder nein?

| 21.01.2019 17:09 |
Preis: 60,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo,

für einen potentiellen Arbeitgeber müsste ich ein behördliches Führungszeugnis Belegart 0 vorlegen.

Ich musste Ende 2007/Anfang 2008 eine Geldstrafe wegen Unterschlagung zahlen. Vor Gericht erscheinen musste ich nicht - meine damalige Anwältin hat sich mit dem Staatsanwalt auf die Summe geeinigt. Um wie viele Tagessätze es sich handelte, kann ich dummerweise nicht mehr nachvollziehen, da ich keine Unterlagen mehr vorliegen habe. Meine Rechtsanwältin hat die Akte auch nicht mehr vorliegen, da der Fall länger als 10 Jahre her ist.

Vorher und nachher habe ich mir nichts zu Schulden kommen lassen.

Wird diese Sache nach über 10 Jahren im behördlichen Führungszeugnis aufgeführt sein? BZW.: Kann ich davon ausgehen, falls das einfache Führungszeugnis "sauber" ist, dass dies auch für das behördliche Führungszeugnis gilt?

Vielen Dank im voraus!
21.01.2019 | 18:51

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ohne das genaue Strafmaß zu kennen, kann Ihre Frage leider nicht mit letzter Sicherheit beantwortet werden. Da Sie aber mitteilen, dass Sie eine Geldstrafe zahlen mussten, ohne bei Gericht erscheinen zu müssen, gehe ich davon aus, dass das Verfahren auf dem Strafbefehlsweg erledigt worden ist. Vor diesem Hintergrund unterstelle ich jetzt, dass Sie zu einer Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen verurteilt worden sind.

In diesem Fall wird die Verurteilung nach 5 Jahren ab Rechtskraft tilgungsreif und nach einem weiteren Jahr aus dem Register gelöscht.

Sollten Sie im Zeitpunkt der Verurteilung bereits einen Eintrag im Bundeszentralregister gehabt haben oder eine höhere Strafe erhalten haben, ist es auch möglich, dass der Eintrag erst nach 10 Jahren tilgungsreif wird und erst nach einem weiteren Jahr aus dem Bundeszentralregister gelöscht wird. In diesem Fall wäre es je nach den genauen Daten denkbar, dass der Eintrag noch im Bundeszentralregister eingetragen ist.

Maßgeblich ist hier § 46 BZRG .

Entscheidend ist ohnehin folgendes: In das Führungszeugnis werden ohnehin keine Verurteilungen zu Geldstrafen bis zu 90 Tagessätze aufgenommen.

Sollte dieser Wert nicht überschritten worden sein, taucht die Verurteilung nicht im Führungszeugnis auf sondern nur im Bundeszentralregister. Dies gilt auch für das Führungszeugnis Belegart 0.

Ich hoffe, Ihre Fragen in Ihrem Sinne beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2019 | 20:15

Sehr geehrter Herr Zimmlinghaus,

herzlichen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte ich mir ein einfaches Führungszeugnis zu meiner Information anfordern und falls dieses ohne Eintragungen ist, kann ich davon ausgehen, dass dies auch bei dem behördlichen Führungszeugnis der Fall wäre.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2019 | 11:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja, dies ist richtig.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.02.2019 | 13:33

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