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Begegnungsverkehr


21.11.2006 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Vor 10 Tagen hatte ich einen Unfall im Begegnungsverkehr. Innerorts fuhr ich mit ca. 30 km/h (bei erlaubten 50km/h; ich wollte in ca. 10m in eine Parklücke fahren) auf einer Strasse entlang als ich mich eine Rollerfahrerin streifte. Nach dem Zusammenstoss stand ich nach wenigen Metern, die Rollerfahrerin stürzte nicht und stand erst wesentlich später.
Zeugen gibt es zum Vorfall nicht.
Schaden am Roller : Kratzspuren an der Fronverkleidung; Schaden an meinem Auto : Delle in Höhe Radhaus, linker Außenspiegel defekt (Schaden ca. 1500 Euro).
Personenschaden : Rollerfahrerin klagte über Schmerzen in der linken Hand (stellte sich im Nachhinein als Prellung heraus)
Ich wollte sie nach dem Unfall ins Krankenhaus fahren, damit sie ihre Hand röntgen lässt. Dies verneinte sie. Ich wollte dann die Polizei anrufen, worauf sie sagte, dass wir uns das sparen könnten, da dies Kosten verursachen würde.
An der Unfallstelle sagte ich noch zu ihr, dass ich sie nicht habe kommen sehen.
Wir tauschten die Adressen aus, und als ich zu meinem Wagen lief um zu schauen, welcher Schaden entstanden ist, fuhr sie weg.
Ich stand also nun allein an der Unfallstelle. Ich rief bei der Polizei an, welche aber sagte, wenn wir Adressen ausgetauscht hätten wäre alles ok und ich könne den Unfallort verlassen.
Nun bekam heute meine Versicherung ein Schreiben ihres Anwaltes in dem steht, ich hätte ein volles Schuldeingeständnis abgelegt, weil ich sie nicht habe kommen sehen und ich mit meiner Parkplatzsuche zu viel beschäftigt gewesen sei und auch zu weit links gefahren wäre.
Dies habe ich aber definitiv so nicht gesagt.

Meine Fragen dazu :
1. Kann anhand des Schadensbildes der Unfallhergang rekonstruiert werden ? Meines Erachtens deutet daraufhin, dass nur eine Beule im Kotflügel und der Aussenspiegel defekt sind daraufhin, dass sie noch genügend Platz hatte um nicht die komplette Seite meines Autos zu beschädigen.
2. Leider denke ich, dass kein Zeuge auffindbar ist. Wenn sie jedoch einen Zeugen benennt, muss dieser von mir anerkannt werden, bzw. hätte dieser schon an der Unfallstelle benannt werden müssen ?
3. Wie wird die Schadenverteilung sein ?
4. Kann das Entfernen als Fahrerflucht gelten ? (Ich möchte ihr nichts unterstellen, aber seltsam kommt mir vor, dass sie weder Polizei dabeihaben wollte und ich sie auch nicht ins Krankenhaus bringen sollte.....)
5. Sie war definitiv schneller als ich und sie sagte aus, dass sie mich habe kommen sehen, gebremst hat sie meines Erachtens aber vor dem Zusammenstoss nicht. Kann auch das für die Schuldverteilung herangezogen werden ?
6. Was kann ich gegen die Behauptung tun, ich hätte ein Schuldeingeständnis abgegeben ? Ich habe lediglich gesagt, ich hätte sie nicht kommen sehen und gesagt ich würde den Schaden meiner Versicherung melden.

-- Einsatz geändert am 21.11.2006 20:40:51

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Sachverständiger ist durchaus in der Lage, viele Einzelheiten des Unfallhergangs aus den vorhandenen Schäden abzuleiten. Diese müssen bis zur detailierten Begutachtung aber auch noch vorhanden sein. Sollte eines der Fahrzeuge zwischenzeitlich repariert werden, vereitelt dieses natürlich die Nachweisführung. Auch ist es außerordentlich unglücklich, dass die Polizei nicht hinzugerufen wurde. Dadurch fehlt es an einer Unfallaufnahme nebst Unfallskizze, welche ebenfalls bei der Rekonstruktion des Unfalles helfen.

Jeder Beteiligte kann nach eigenem gutdünken Zeugen benennen. Deren Eignung ist jedoch zumindest glaubhaft zu machen. Das diese erst später benannt werden, ist unschädlich.

Wie in dem von Ihnen geschilderten Fall die Haftungsverteilung vorzunehmen ist, kann ich ohne weitere Informationen zum Unfallhergang nicht prüfen. Im Zweifel ist das Verschulden hälftig zu teilen. Selbstverständlich spielt dabei das jeweilige Verhalten kurz vor der Kollision eine entscheidende Rolle.

Fahrerflucht scheidet definitiv aus, nachdem sie gegenseitig die Feststellung der jeweiligen Identität ermöglicht haben.
Auch ein Schuldanerkenntnis kann ich nicht erkennen. Zumal dieses von der Rollerfahrerin ohne Zeugen nicht bewiesen werden kann.

Da Sie nunmehr bereits anwaltlich in Anspruch genommen werden, sollten Sie selbst auch unverzüglich einen Rechtsbeistand hinzuziehen.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt
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