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Befristung eines Arbeitsvertrages mit Sachgrund

29.01.2019 11:40 |
Preis: 65,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: Fragen zu befristeten Arbeitsverträgen mit Sachgrund und deren Verlängerung

Guten Tag,
Folgender Sachverhalt:
Ein mit Sachgrund befristetes Arbeitsverhältnis würde planmäßig zum 28.02. enden, da die Kollegin am 01.03. aus der Elternzeit zurückkehrt.
Der AG möchte das befristete AV einen Monat, bis zum 31.03.19, verlängern.

- Könnte eine Verlängerung des laufenden Vertrages damit begründet sein, dass die Rückkehrerin ab 1.3. zuerst Ihren restlichen Urlaub nimmt und eine Vertretung weiter nötig ist ?

- Müsste ein neuer, mit Sachgrund befristeter Arbeitsvertrag für einen Monat abbgeschlossen werden ?
Ist es in dem Fall vertretbar, dass der befristet beschäftigte AN seinen kompletten Resturlaub aus beiden befristeten Arbeitsverhältnisses zum Ende des zweiten Vertrages nimmt ?



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1)- Könnte eine Verlängerung des laufenden Vertrages damit begründet sein, dass die Rückkehrerin ab 1.3. zuerst Ihren restlichen Urlaub nimmt und eine Vertretung weiter nötig ist ?


Das in Anspruch nehmen von Urlaub ist nach § 14 Abs. 1 TzBfG kein Grund für eine Sachbefristung. Der Urlaub müsste nach Beendigung gem. BurlG ausgezahlt werden.

Sofern die die Befristung auf einen Vertretungsbedarf gestützt wird und die Arbeitnehmerin aber einen Großteil des Monats Urlaub hat, stellt sich diese Begründung schwierig bzw. widersprüchlich dar. Im weiteren bedarf es einen tatsächlichen Vertretungsbedarf, welcher auch nach dem Monat konkret und nachweislich wegfällt. D.h. eine weitere Befristung ist nur möglich, wenn tatsächlich ein konkreter Vertretungsbedarf für diesen Monat besteht.

2) Müsste ein neuer, mit Sachgrund befristeter Arbeitsvertrag für einen Monat abbgeschlossen werden?
Ja, Sie müssen die Vereinbarung schriftlich und vor der Aufnahme des weiteren befristeten Arbeitsverhältnisses, d.h. spätestens bis zum 28.02.2019 abschließen, damit diese wirksam ist.

3) Ist es in dem Fall vertretbar, dass der befristet beschäftigte AN seinen kompletten Resturlaub aus beiden befristeten Arbeitsverhältnisses zum Ende des zweiten Vertrages nimmt ?

Es ist vertretbar, würde aber wie oben dargelegt, dem Sachgrund der Vertretung widersprechen.


Ich möchte Sie vorsorglich auf die Regelung des §§ 16 TZBfG hinweisen und das bei unwirksamer Befristung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entsteht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
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Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)

Datenschutz:
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