Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Befristung der Arbeitsvertrag (§ 14 Abs. 2 TzBfG)

| 16.01.2013 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag!
ich habe eine Frage über das TzBfG. Ich arbeite momentan als Wissenschaftliche Hilfskraft an einer Universität in Hessen. Da ich nur 15Std. pro Woche arbeite, möchte ich noch eine Stelle in eine andere Universität in Hessen als Lehrkraft für besondere Aufgaben bekommen.
Das Problem ist, dass die Befristung des Arbeitsverhältnisses nach § 14 Abs. 2 TzBfG (für 2 Jahre befristet) sich richtet. Dies ist dann der Fall, wenn die Bewerber/-innen in den letzten Jahren noch nicht in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber Land Hessen gestanden haben.
Ich habe schon viel darüber gelesen und habe auch gefunden, dass nicht in jeder Bundesland ist das gültig. Zum Beispiel in NRW ist der Arbeitgeber die Hochschule aber nicht die Freistaat

Kann man an der Universität Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Lektoren nur nach § 14 Abs. 2 TzBfG anstellen? oder besteht für diese Uni die Möglichkeit den Vertrag nach ein anderes Gesezt zu erstellen oder die Anstellung der Arbetnehmer von Hessen irgendwie ermöglichen?
Ich bin unruhig, weil ich jetzt nicht weiß, ob ich an einer Uni in Hessen noch befristete Verträge bekommen kann.

Entschuldigen Sie bitte die sprachliche Fehler und vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten:

Die Befristung von Arbeitsverträgen im Rahmen einer Beschäftigung an einer Hochschule kann grundsätzlich auf verschiedene gesetzliche Grundlagen gestützt werden. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen hierfür im TzBfG geregelt (vgl. § 14). Für den Bereich der Hochschulen bestehen zudem Sonderregelungen. Die Grundsätze über die Zulässigkeit von befristeten Arbeitsverträgen für wissenschaftliche Mitarbeiter in der Qualifizierungsphase sind in § 2 WissZeitVG geregelt. Die Qualifizierungsphase bezeichnet dabei die Phase der Beschäftigung an Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die in erster Linie der Erlangung der für die Arbeit in der Wissenschaft benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten dient. Es sind hier grundsätzlich keine formalen Qualifizierungen (wie z.B. Promotion) erforderlich. Das Gesetz bezieht sich auf wissenschaftliches Personal. Zu diesem zählt nach § 1 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG nur, wer wissenschaftliche Dienstleistungen erbringt. Es kommt nicht auf die formelle Bezeichnung des Arbeitnehmers an, sondern auf den wissenschaftlichen Zuschnitt der von ihm auszuführenden Tätigkeit. Erfasst werden dabei Arbeitsverträge mit wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie mit wissenschaftlichen Hilfskräften an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Die Befristung von Arbeitsverträgen mit nicht promovierten Beschäftigten ist nach diesem Gesetz bis zu einer Dauer von sechs Jahren zulässig. Ist die Promotion bereits abgeschlossen, ist eine Befristung grundsätzlich auf Grundlage dieses Gesetzes bis zu einer Dauer von sechs Jahren, für Medizin bis zu einer Dauer von neun Jahren zulässig. Gemäß des Befristungen von Verträgen mit studentischen Hilfskräften sind gemäß § 2 Abs. 1 WissZeitVG i.V.m. § 1 Abs. 1 WissZeitVG für eine Dauer von höchstens sechs Jahren zulässig.
Daneben kann aber eine arbeitsvertragliche Befristung auch grundsätzlich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz für studentische Hilfskräfte vereinbart werden. Diese sachliche Befristung beruht dann auf "in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe" gem. § 14 Abs. 1 Nr. 6 TzBfG. Liegt nach der rein zeitlichen Befristung ohne sachlichen Grund nach § 14 Abs. 2 TzBfG ein sachlicher Befristungsgrund nach Abs. 1 der Vorschrift vor, kann grundsätzlich auch eine weitere Befristung aufgrund des genannten sachlichen Grundes erfolgen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschaffen. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass diese Plattform nur eine erste Einschätzung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts leisten kann. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.


Mit freundlichen Grüßen,

Nachfrage vom Fragesteller 16.01.2013 | 22:21

Hallo,
§ 14 Abs. 2 TzBfG : "Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat"
Mein Arbeitgeber im Moment ist "Land Hessen" und für meine gewünschte Stelle "Lehrkraft für besondere Aufgaben"(gar nicht gennant von Ihnen) ist auch Land Hessen.

FRAGEN::::::::::::NUR DAS MÖCHTE ICH GENAU WISSEN:::::::::::::::
1.Kann man an der Universität Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Lektoren nur nach § 14 Abs. 2 TzBfG anstellen?

2.oder besteht für diese Uni die Möglichkeit den Vertrag nach ein anderes Gesezt zu erstellen oder die Anstellung der Arbetnehmer von Hessen irgendwie ermöglichen?

BITTE BERATEN SIE MICH BEI DIESER FRAGEN.

DANKE




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.01.2013 | 07:58

Sehr geehrter Fragesteller,


Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Die unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen für ein befristetes Arbeitsverhältnis habe ich Ihnen unter Nennung der gesetzlichen Vorschriften bereits in der Ausgangsvorschrift genannt. Ist ein Arbeitsverhältnis ohne Sachgrund befristet, ist eine weitere Befristung, die über die gesetzliche Bestimmung des § 14 Abs. 2 TzBfG hinausgeht grundsätzlich ausgeschlossen. Eine Befristung mit Sachgrund n. § 14 Abs. 1 TzBfG kann auch fortlaufend „erneuert" werden, solange dieser oder ein anderer Sachgrund für die Befristung besteht. Dies wurde ebenfalls in der Ausgangsantwort mitgeteilt. Dies bezieht sich grds. auch auf Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Lektoren, im Rahmen des WissZeitVG, wenn diese aufgrund der tatsächlichen Aufgabenausgestaltung (dies ist am konkreten Einzelfall zu prüfen und kann nicht pauschal betrachtet werden) den gesetzlichen Anforderungen an „wissenschaftliches Personal" genügen.
Es bestehen damit für eine Universität unterschiedliche Möglichkeiten, Arbeitsverhältnisse vertraglich zu gestalten und die Befristung, wie erörtert, auf die benannten unterschiedlichen Rechtsgrundlagen zu stützen.


Ich hoffe, diese weiteren Ausführungen klären Ihre Frage abschließend. Insofern verweise ich auch nochmals auf die Ausführungen in der Ausgangsantwort.


Mit freundlichen Grüßen,


K. Winkler, LL.M. (UOW, Australien)
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.01.2013 | 14:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Er hat meine Frage nicht richtig beantwortet, sondern eine allgemeine Erklärung gegeben. Für mich war das gar nicht hilfreich. Es tut mir Leid. "
FRAGESTELLER 23.01.2013 2,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70509 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kurze, knackige Antwort - vielen Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat meine Frage zu 100% beantwortet und auch die Rückfrage noch bearbeitet. Was ich vor allem toll fand, dass dies alles innerhalb von zwei Stunden passierte und jetzt kommt es: An einem Sonntag! Herr Wilking, vielen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Anwalt, jederzeit wieder! ...
FRAGESTELLER