Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Befristetes Arbeitsverhältnis vorzeitig kündigen (Arbeitnehmerseitig)

06.04.2009 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach meinem abgeschlossenen Hochschulstudium war ich in der Zeit vom 01.10.08 - 31.03.09 arbeitslos gemeldet. Seit dem 01.04.09 befinde ich mich in einem befristeten Arbeitsverhältnis (bis zum 31.12.09). Nun ist es so, dass mir die gegenwärtige Arbeitsstelle von der Agentur für Arbeit angeboten wurde und ich diese nicht ohne weiteres hätte ablehnen können (Stichwort: Sperrfrist ALG). Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung lag mir kein weiteres Jobangebot vor und ich war gezwungen die Stelle anzunehmen. Nachdem ich die Stelle am 01.04.09 angetreten habe, stellte sich kurzerhand heraus, dass die Anforderungen und Tätigkeiten nicht meinen Neigungen, Interessen und meinen beruflichen Qualifikationen entsprechen. Ich erhielt am 02.04.09 überraschender Weise ein sehr lukratives Jobangebot (auch befristet, jedoch auf 2 Jahre) einer anderen Firma, in der mir eine Führungsposition zugesichert wurde und meine beruflichen Kenntnisse vollends zur Geltung kommen würden. In den nächsten Tagen soll ich den Vertrag unterzeichnen. Ich möchte nun so schnell wie möglich aus dem bestehenden Arbeitsvertrag ausscheiden. Ich bin aber leicht irritiert, da im Vertrag darauf hingewiesen worden ist, dass man nur durch ein neues Dauerarbeitsverhältnis, den bestehenden Vertrag auflösen kann, die neue Stelle aber ebenfalls befristet ist - jedoch länger.

Zur bestmöglichen Beantwortung der Frage liste ich Ihnen die wichtigsten Informationen zum Sachverhalt noch einmal auf:

aktuelles Arbeitsverhältnis (Auszug aus dem Arbeitsvertrag):

- befristet 01.04.09 - 31.12.09
- Probezeit 6 Monate
- Aufhebungsvertrag jederzeit möglich, jedoch nur durch ein neues Dauerarbeitsverhältnis
- Tätigkeiten nicht im erlernten Beruf
- ordentliche Kündigung nicht möglich, nur außerordentlich

neues Arbeitsverhältnis

- befristet auf 2 Jahre
- Tätigkeit im erlernten Beruf

Was soll ich tun?

Da bei einem Aufhebungsvertrag eine beidseitige Willenserklärung erforderlich ist, habe ich Angst das mein jetziger AG meinem Vorhaben nicht zustimmt und ich die neue, für mich bessere Stellen, nicht antreten kann. Ich kann und möchte aber nicht im aktuellen Arbeitsverhältnis verbleiben und weiss auch nicht ob in diesem Fall die 2 Wochen Kündigungsfrist in der Probezeit greifen, da der Vertrag ja unter das TzBfG fällt. Über mögliche negative Folgen eines Aufhebungsvertrages bin ich mir im klaren und ich nehme diese gerne in Kauf, da ich nicht arbeitslos werde, sondern eine neue Stelle antrete.

Ich bitte um klare Handlungsanweisungen.

Ich bedanke mich für Ihre Antworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Da nach ihrer Schilderung in vorliegendem Arbeitsvertrag eine Probezeit vereinbart worden ist, gilt hier die Kündigungsfrist von 2 Wochen gem. § 622 III BGB , sofern einzelvertraglich keine längere Kündigungsfrist vereinbart worden ist. Hiernach kann während einer vereinbarten Probezeit, das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden, ein bestimmter Kündigungstermin ist nicht einzuhalten.

Dem steht nicht entgegen, dass es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag handelt. Auch im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrag kann eine Probezeit - wie offensichtlich der Fall - vereinbart sein.

Insofern empfehle Ihnen, den jetzigen Arbeitsvertrag in der Probezeit mit einer 2-wöchigen Frist zu kündigen, um das neue Arbeitsverhältnis antreten zu können.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtlichen Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80467 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,4/5,0
Sachverhalt richtig erfasst, auf Lösungsmöglichkeiten hingewiesen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles super!! Sehr zufrieden!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr gute und klar argumentierte Antwort. ...
FRAGESTELLER