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Befristeter Arbeitsvertrag wg erkranktem Kind gekündigt

28.02.2011 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


guten Tag,
ich bekam am 01.05.2010 als kaufm. Angestellte ein Probearbeitsverhältnis auf 6 Monate in einem größeren Betrieb (ca. 50 Angestellte) Im Anschluß an den Probearbeitsvertrag erhielt ich einen befristeten Arbeitsvertrag für weitere 6 Monate. Dieser endet am 30.04.2011.
In diesem befristeten Arbeitsvertrag wird angegeben, daß beiderseits mit einer Frist von 4 Wochen gekündigt werden kann.

Meine Tochter erkrankte am 15.02. für 2 Tage. Ich teilte dies meinem AG tel. mit. Am 16.02. erhielt ich die Kündigung zum 15. März 2011.

Meine Fragen:
Darf der Arbeitgeber das befristete Arbeitsverhältnis kündigen?
Hätte die Kündigung dann nicht auf den 31. März ausgestellt werden müssen?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre Antwort
freundliche Grüsse
Sine

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne darf ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Ein befristetes Arbeitsverhältnis kann ordentlich gekündigt werden, wenn es im Arbeitsvertrag so vereinbart wurde. Da im Arbeitsvertrag von einer Kündigungsfrist von 4 Wochen die Rede ist, wurde das Recht zur ordentlichen Kündigung vereinbart.

Die Fristen hierfür bestimmen sich für eine Kündigung durch den Arbeitgeber nach § 622 Abs. 1 BGB. Demnach gilt eine Frist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

Da Ihnen die Kündigung am 16.02.2011 zugegangen ist, wurde die Frist nicht eingehalten. Bis zum 15.03.2011 waren es keine 4 Wochen mehr. Sie sollten sich daher schon aus diesem Grund gegen die Kündigung zur Wehr setzen.

Im Übrigen findet aufgrund der Größe des Betriebs um der Dauer des Arbeitsverhältnisses das Kündigungsschutzgesetz Anwendung. Der Arbeitgeber braucht daher für die ordentliche Kündigung einen speziellen Grund.

Hierüber sollten Sie sich unter Vorlage des Arbeitsvertrags und der Kündigung ausführlich anwaltlich beraten lassen. Die Frist zur Einlegung einer Kündigungsschutzklage beträgt im Übrigen 3 Wochen ab Zugang der Kündigung.

Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Nachmittag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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