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Befristeter Arbeitsvertrag für 6 Monate auf Probe

20.12.2014 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Auszug aus einem Entwurf für einen Arbeitsvertrag [Beginn des Vertrags wäre 01.04.2015]:

"Das Arbeitsverhältnis wird zunächst auf die Dauer von 6 Monaten zur Probe abgeschlossen. Es ist befristetes Arbeitsverhältnis und endet zum 30.09.2015, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nach Ablauf der Befristigung geht es in ein Arbeitsverhältnis zu den in diesem Vertrag festgelegten Bedingungen über."

Meine Fragen:
1. Was ist der Unterschied für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag mit Probezeit (abgesehen davon, dass es keiner Kündigung bedarf)?
2. Warum wählen Arbeitgeber solche Formulierungen (der Arbeitgeber könnte doch auch so innerhalb der Probezeit kündigen)?
3. Was bedeutet der letzte Absatz, habe ich wirklich Anspruch auf die gleichen Bedingungen? Kann dann ab 1.10. wieder eine Befristung erfolgen?



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Was ist der Unterschied für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag mit Probezeit (abgesehen davon, dass es keiner Kündigung bedarf)?

Das befristete Arbeitsverhältnis endet (wie sie bereits festgestellt haben) mit Ablauf der bestimmten Zeit, ohne dass eine Kündigung ausgesprochen werden muss. Die entscheidende Folge ist, dass dementsprechend kündigungsrechtliche Vorschriften keine Anwendung finden. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt jedoch vor Ablauf der Befristung möglich.

2. Warum wählen Arbeitgeber solche Formulierungen (der Arbeitgeber könnte doch auch so innerhalb der Probezeit kündigen)?

Ein befristetes Arbeitsverhältnis ist ein Arbeitsverhältnis, in dem die Vertragspartner dieselben Rechte und Pflichten wie in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis haben. Die zu beachtende regelmäßige Kündigungsfrist ergibt sich aus § 622 Abs. 1 BGB und beträgt vier Wochen.

Bei einer vereinbarten Probezeit besteht gemäß § 622 Abs. 3 BGB für beide Parteien eine 2-wöchige Kündigungsfrist.

3. Was bedeutet der letzte Absatz, habe ich wirklich Anspruch auf die gleichen Bedingungen? Kann dann ab 1.10. wieder eine Befristung erfolgen?

Bei Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nach Ablauf der Befristung wird Ihr Vertrag zu den (mir nicht bekannten) Bedingungen Ihres Arbeitsvertrages fortgeführt. Welche Bedingungen das sind entnehmen Sie somit Ihrem Vertrag.

Eine Befristung ist ab dem 1.10. grundsätzlich möglich. Bis zu einer Gesamtdauer von zwei Jahren ist die höchstens dreimalige Verlängerung des befristeten Arbeitsvertrages zulässig ohne dass es dazu eines sachlichen Grundes bedarf, § 14 Abs. 2, Satz 1 TzBfG. Die Regelung gilt jedoch nur für Neueinstellungen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Sollten weiterhin Unklarheiten bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Winter, Rechtsanwalt

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