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Befristete Aufenthaltsgenehmigung für Frau in spe

| 05.08.2008 01:46 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maximilian A. Müller


Hallo,

Die Vorgeschichte:

Meine Verlobte ist Filipina und lebt auch dort. Ultimativ werden wir nicht in Deutschland wohnen und wollen nur solange hier zusammen leben bis mein Projekt Anfang 2010 beendet ist. Wir planen Ende dieses Jahres entweder auf den Philippinen oder in Deutschland zu heiraten, je nachdem was vom Papieraufwand einfacher bzw. für ein Visum für Deutschland besser ist. Wir haben beide keine Kinder und meine Frau in spe wird in Deutschland nicht arbeiten.


Die Fragen:

1.) Da wir nicht permanent in Deutschland leben werden (maximal ca. 1 Jahr), welche Möglichkeiten gibt es dies ohne den „Deutschtest“ zu tun, der ja bei Beantragung eines Heiratsvisums seit letztem Jahr Pflicht ist?

2.) Was einen befristeten Aufenthalt in Deutschland angeht ist es für die Beantragung des Visums besser in Deutschland innerhalb einer bestimmten Zeit nach Ankunft zu heiraten, oder macht es keinen Unterschied, d.h. wir könnten auch auf den Philippinen heiraten?

3.) Welche (generellen) Schritte muss ich unternehmen, welche Behörden muss ich besuchen, evtl. in welcher Reihenfolge besuchen um mit meiner Frau in spe ca. ein Jahr in Deutschland zusammen zu leben?

Vielen Dank und beste Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderungen wie folgt beantworten kann:

1.
Für den Aufenthalt in Deutschland benötigt Ihre zukünftige Ehefrau einen Aufenthaltstitel. Da eine Aufenthalt von ca. 1 Jahr geplant ist, wird grundsätzlich eine Aufenthaltserlaubnis benötigt (ein Visum würde insofern lediglich eine kurzfristige Einreise erlauben und Ihnen daher im vorliegenden Fall nicht weiterhelfen).

In Betracht kommt anhand Ihrer Schilderungen m.E. nur das "Heiratsvisum", d.h. eine Aufenthaltserlaubnis zur Familienzusammenführung.

Hier ist zu beachten, dass ausreichende Deutschkenntnisse dann nicht verlangt werden, wenn kein dauerhafter Aufenthalt geplant ist. In diesem Fall kann von den Behörden davon abgesehen werden, einen Deutschtest zu verlangen, §§ 28 I S.5; 30 S.3 Nr. 3; 40 I S.2 AufenthG.

Es wäre daher wichtig bereits bei der Antragstellung deutlich zu machen und gegebenenfalls auch konkret darzulegen, bis zu welchem Zeitpunkt ein Aufenthalt in Deutschland geplant ist.

2.
Sie können entweder ein Aufenthaltstitel erhalten, um die Heirat in Deutschland zu vollziehen. In diesem Fall muss die Hochzeit selbstverständlich auch tatsächlich nach der Einreise durchgeführt werden.

Sie haben allerdings auch die MÖglichkeit, auf den Phillippinen zu heiraten. Grundsätzlich wird eine dort geschlossene Ehe auch in Deutschland akzeptiert. In diesem Fall könnte Ihre zukünftige Ehefrau bereits bei der Antragstellung eine befristete Aufenthaltserlaubnis gemäß § 28 AufenthG erhalten.

Über die Voraussetzungen einer Hochzeit in den Phillipinen und einer Anerkennung in Deutschland sollten Sie sich vorher bei der Deutschen Botschaft informieren, da hier verschiedene Punkte zu beachten und Unterlagen vorzulegen sind.

3.
Der Antrag auf Erhalt eines Aufenthaltstitels muss von Ihrer Frau VOR der Einreise gestellt werden. Sie muss daher den Antrag nicht in Deutschland, sondern in der deutschen Botschaft auf den Phillippinen stellen. MIt der Einreise ist i.d.R. auch der Nachweis zu erbringen, dass eine ausreichende Krankenversicherung vorliegt sowie ausreichender Wohnraum zur Verfügung steht. Der Antrag ist persönlich einzureichen.



Über die verschiedenen Unterlagen, die vorzulegen sind, sollten Sie bzw. Ihre zukünftige Ehefrau sich vorab bei der Botschaft informieren. Fehlende Unterlagen können zu großen Zeitverzögerungen führen, so dass es ratsam ist, vor einem persönlichen Termin vorab telefonisch Kontakt mit der Behörde aufzunehmen.

Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten der Botschaft können Sie auch im Internet finden:

www.manila.diplo.de



Ich hoffe, Ihre Fragen in ausreichendem Maße beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiter - persönlich wie auch im Rahmen der Nachfragefunktion - zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maximilian A. Müller, Rechtsanwalt
Dr. Seither Rechtsanwaltskanzlei, Landau i.d.Pfalz

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www.seither.info
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