Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beerdigungskosten zurückfordern

02.04.2021 16:33 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Gem. § 31 Abs. I BestattG müssen die „Angehörigen" für die Bestattung sorgen. Das sind Ehegatten, volljährige Kinder, Eltern und Großeltern, volljährige Geschwister und dann erst Enkelkinder des/der Verstorbenen, in der genannten Reihenfolge (§ 21 Abs. I Nr. BestattG).
Bezahlen müssen aber die Erben

Meine Frage ist etwas schwierig zu formulieren und ich hoffe es ist verständlich. Meine Oma ist scheinbar vor kurzem gestorben und mir wurde dies nicht von meinem Halbbruder mitgeteilt. Dementsprechend wusste ich nichts von ihrem Tod und war auch nicht auf ihrer Beerdigung. Mein Halbbruder hat aber dennoch „mein Teil" des Geldes für die Beerdigungskosten bekommen da dieses von meinem Teil des Erbes meines Vaters bezahlt wurde und von meiner Rechtsanwältin ohne mein Wissen an ihn überwiesen wurde da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht über das Geld verfügen konnte. Meine Frage ist nun also ob die Möglichkeit besteht mir das Geld von ihm zurückholen zu können. Ich lese im Internet immer nur etwas über Beerdigungskosten im Zusammenhang mit Erbe, da ich aber kein Erbe von ihr bekommen weiß ich jetzt nicht genau was ich tun kann.

02.04.2021 | 17:56

Antwort

von


(190)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider bleibt bei Ihrer SV-Schilderung unklar, welches Geld Ihr Halbbruder aufgrund welcher Umstände von wem erhalten hat und ob die Überweisung zweckgebunden war. Vor allem, warum dieser Betrag vor dem Tod Ihrer Großmutter bezahlt worden ist.

Grundsätzlich haben gem. § 1968 BGB die Erben auch die Beerdigungskosten zu tragen. Es wäre also zu klären, ob Sie Erbe Ihrer Großmutter geworden sind, was bei gesetzlicher Erbfolge der Fall wäre, wenn Ihr Vater vor der Großmutter gestorben war oder die Erbschaft ausgeschlagen hatte. Sollten ein Testament vorliegen, in dem Sie nicht bedacht wurden, sind Sie auch nicht Erbe Ihrer Großmutter geworden.

Das Geld für die Beerdigungskosten stammt offenbar von Ihrem Erb-AnTeil
am Erbe Ihres Vaters. Das hätte nicht ohne Weiteres verwendet werden dürfen,
Sie müssen das mit Ihrer RAin klären.

Beerdigungen haben grundsätzlich nach spätestens 96 Stunden ab Eintritt des Todes zu erfolgen (§ 37 Abs. I BestattG).

Die Bestattungspflicht besteht daher unabhängig von der Erbenstellung.

Gem. § 31 Abs. I BestattG müssen die „Angehörigen" für die Bestattung sorgen. Das sind Ehegatten, volljährige Kinder, Eltern und Großeltern, volljährige Geschwister und dann erst Enkelkinder des/der Verstorbenen, in der genannten Reihenfolge (§ 21 Abs. I Nr. BestattG).

Sie stehe insoweit an letzter Stelle!

Nichteheliche Kinder sind „Kinder", selbst dann, wenn sich Verstorbene nie um ihr Kind gekümmert hatten [VGH Mannheim Urteil vom 19.10.2004 (Az.: 1 S 681)].

Soweit Hinterbliebene nicht oder nicht rechtzeitig für die Bestattung sorgen (können/wollen), haben die zuständigen Behörden nach den Bestattungsgesetzen der Länder Beerdigungen zu veranlassen. Das erfolgt aber nur in Vorleistung und letztlich auf Kosten Bestattungspflichtiger Sobald diese ermittelt sind, ergeht ein entsprechender Gebührenbescheid.

Daher sind Sie zu Unrecht belastet worden und Ihr Erbteil wurde voreilig und ungerechtfertigt angegriffen.

Das können Sie gegenüber dem tatsächlich Verpflichteten (Halbbruder) auch geltend machen (812ff BGB), aber nur, wenn dieser Erbe geworden ist.

Soweit er nicht Erbe geworden ist, durfte er das Geld gar nicht verlangen und haftet auch.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

(190)

Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Arbeitsrecht, Verkehrsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Ordnungswidrigkeiten
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Info ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich, kompetent, hilfreich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine schnelle, präzise und unmissverständliche Antwort – vielen Dank! ...
FRAGESTELLER