Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
482.509
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beerdigungskosten zurück fordern


| 29.09.2017 13:42 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Mein Vater ist verstorben, nicht verheiratet. Alle 5 Kinder haben Erbe ausgeschlagen und auch die Kinder der Kinder.
Da nicht klar war wer die Beerdigungskosten bezahlt und ältestes Kind nicht aktiv geworden ist, hat mittlers Kind die ganzen Rechnungen über sich laufen lassen und wir sollten unseren "Beitrag" zahlen. Das haben wir auch getan, aber im nachhinein stellt sich nun heraus, dass wir aufgrund unseres geringen Verdienstes dies gar nicht hätten machen müssen. Nun stellt sich mir und meiner Schwester die Frage ob wir das Geld zurückbekommen könnten. Die älteste Schwester sieht sich nicht veranlasst irgendeinen Antrag zu stellen und meine Jüngste Schwester hat jetzt eben nur den Bescheid bekommen, dass sie es nicht hätte zahlen müssen. Auch unsere Älteste Schwester könnte den Betrag nicht zahlen. Müssen wir jetzt das Geld von dem ältesten Kind gerichtlich zurück fordern, die dann ihrerseits einen Antrag stellen müsste um zu beweisen dass Sie nicht zahlungspflichtig ist oder welche Möglichkeiten haben wir? Meine Schwester zu verklagen würde ich natürlich sehr gerne vermeiden. Über eine einfach verständliche Antwort wäre ich sehr dankbar.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Gemäß § 1968 BGB hat der Erbe bzw. haben die Erben die Kosten der Beerdigung zu tragen. Wenn aber die Erbschaft ausgeschlagen wird, gilt deren Anfall wegen § 1953 Abs. 1 BGB als nicht erfolgt. Sie können aber gleichwohl einen Anspruch auf Bezahlung der anteiligen Bestattungskosten nach den Vorschriften der Geschäftsführung ohne Auftrag ((§§ 677, 683, 670 BGB) als Aufwendungsersatz geltend machen, da gewohnheitsrechtlich die nächsten Angehörigen die Totenfürsorge übernehmen. Wenn natürlcih kein vollstreckbares Vermögen oder Einkommen vorhanden sein sollte, nützt auch ein gerichtlicher Vollstreckungstitel nichts. Inwiefern hier ggf. Anträge auf Zuschuss durch einen Sozialhilfeträger gestellt werden können, kann im Rahmen dieser Plattform nicht beurteilt werden.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung und ggf. Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2017 | 16:27

So wie ich Ihre Antwort interpretiere sagen sie mir folgendes, was ich schon wusste: Mit dem Ausschlagen war keine Verpflichtung unsererseits gegeben finanziell die Beerdigung zu decken und das es normal ist das sich die Hinterbliebenen um die Beerdigung kümmern (Geschäftsführung ohne ohne Auftrag). Die dafür benötigten Kosten allerdings rückerstattet werden können. Allerdings ist mir noch immer nicht klar, wo, wie und wer das machen muss (Jeder für sich oder der Älteste für Alle), da ja jeder Einzelne einen Teil bezahlt hat. Durch "einen Sozialträger" ist wenig hilfreich. Ihre Antwort führt mich also dazu, dass ich weiter rumtelefonieren muss um mir weiter vage Antworten anzuhören. Ich möchte Ihnen weiß Gott nicht zu nahe treten, allein schon wegen der geringen Bezahlung die ich geleistet habe und Sie sich dennoch die Mühe gemacht haben mir den Sachverhalt noch einmal mit den entsprechenden Paragraphen deutlich zu machen. Im Grund bin ich jedoch leider genauso schlau wie zuvor.

Nichtsdestotrotz danke ich Ihnen und mir ist natürlich auch nicht Ihre Empfehlung einen Rechtsanwalt vor Ort zu konsultieren entgangen, da dieser Fall im Rahmen der Plattform nicht so leicht zu beurteilen ist.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.09.2017 | 23:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Da mir die konkrete Situation aller Beteiligten nicht bekannt und der Fall in der Tat komplex ist, muss ich leider im Vagen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.10.2017 | 13:38


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort war in anbetracht der Bezahlung angemessen, hat mir aber nicht wirklich geholfen also hätte ich mir das Geld sparen können. "
FRAGESTELLER 01.10.2017 3,8/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60616 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Prägnant und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
rasch, klar und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gut und verständlich, und ich sehe jetzt eine Menge klarer. Danke!! ...
FRAGESTELLER