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Beendigung eines freiwilligen Praktikums


| 30.07.2007 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,
absolviere derzeit ein 4-wöchiges freiwilliges Praktikum. Allerdings musste ich bereits am 2. Tag feststellen, dass dieses Praktikum mir überhaupt nichts bringt.
Im Vertrag wurde keine Probezeit vereinbart.
Folgende Bedingungen wurden in den Vertrag eingebracht:
Der Praktikantenvertrag beginnt mit Wirkung zum... und endet mit dem Ablauf des..., ohne dass es einer Kündigung bedarf.
Beide Parteien haben ferner das Recht, diesen Vertrag außerordentlich aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen.

Möchte gerne den Vertrag sofort kündigen, bin mir nur nicht sicher, ob der AG einem Auflösungsvertrag zustimmen wird, eher unwarscheinlich??

Wie komme ich ohne Auflösungsvertrag aus dem Praktikumsvertrag raus??
Muss ich mit Schadensersatz rechnen??
Was schreibe ich in die Kündigung rein??
Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

wirksam abgeschlossene Verträge sind grundsätzlich einzuhalten. Ich sehe daher keine andere Möglichkeit, das Praktikum vorzeitig zu beenden, als sich mit dem Ausbildenden auf eine einvernehmliche Beendigung zu einigen.

Eine ordentliche Kündigung des Vertrages ist nach Ihrer Schilderung ausgeschlossen; dies ist grundsätzlich zulässig bei befristeten Verträgen. Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung liegt nicht darin, dass das Praktikum nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Ein derartiger Grund läge nur dann vor, wenn Ihnen das Weiterarbeiten unter Berücksichtigung aller Interessen unzumutbar wäre.

Sofern es sich nicht um ein Fachhochschul- oder Hochschulparaktikum handelt, findet das BBiG auf Praktikantenverträge Anwendung. In diesem Fall kann bei vorzeitiger Beendigung des Praktikums Schadensersatz gem. § 26 BBiG nicht verlangt werden. Bei einem Fachhochschul- oder Hochschulpraktikum ist es durchaus denkbar, dass Sie sich schadensersatzpflichtig machen, falls Sie ohne Zustimmung des Arbeitgebers nicht weiter zum Dienst erscheinen.

Ich rate Ihnen, ein persönliches Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, ihm Ihre Motivation zu schildern und ihn um eine einvernehmliche Beendigung des Praktikums zu bitten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.07.2007 | 21:01

Sehr geehrter Herr Matthes,
es handelt sich bei dem Praktikum um kein Fachhochschul oder Hochschulpraktikum somit gilt das BBiG. Wenn ich nicht Schadensersatzpflichtig bin, kann ich doch eine Kündigung riskieren oder?? Was kann mir im schlimmsten Fall passieren??
Gilt eine Probezeit nach dem BBiG nicht??
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2007 | 21:44

Sehr geehrter Fragesteller,

was im Einzelnen passieren kann, wenn Sie das Praktikum einseitig abbrechen, hängt von den weiteren Umständen ab.

Es kann durchaus sein, dass der Abbruch folgenlos wäre; in der Praxis legen die Ausbildenden den Praktikanten deshalb meist keine Steine in den Weg. Denkbar sind aber als Folgen auch die Kürzung von Sozialleistungen, der Verlust etwaiger Förderungen für den Zeitraum, die Rückforderung bereits erhaltener Vorschüsse oder schlicht ein schlechtes Praktikumszeugnis und dadurch eine Lücke im Lebenslauf. Ob einer dieser Punkte für Sie relevant ist, müssen Sie abwägen.

Die gesetzliche Probezeit des § 20 BBiG kann gem. § 26 BBiG reduziert werden. Sie gilt daher nicht zwingend; maßgeblich ist der Vertrag.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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