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Beeinflussung Umgangsrecht durch Katzenallergie

| 04.02.2014 08:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Ausübung des Umgangsrechts

Hallo,
KM hat sich vom KV getrennt, KV hat eine neue Partnerin, die 2 Katzen mit in die Beziehung gebracht hat. KM hatte in dem Jahr indem sie mit der Tochter bei dem Vater gewohnt hat (bis zum 1 Lebensjahr) auch zwei Katzen in der Wohnung.
Es treten während des Aufenthalts der Tochter beim Vater keine Anzeichen einer allergischen Reaktion der Tochter auf die Katzen auf, keine Atemprobleme, Nasenlaufen, feuchte Augen, Husten, Rötungen etc.
Die Mutter behauptet, die Tochter würde nach den Besuchen beim Vater die letzte Zeit massive Hustenanfälle nachts bekommen, was ihrer Meinung nach von der Katzenallergie kommt. Sie hat auch einen Allergietest machen lassen, der eine u.a. auch eine Katzenallergie bestätigt und verlangt, der Vater solle sich "mit den Katzen was einfallen lassen!", was bei ihr "Abschaffung" bedeutet.
Gleichwohl hat der Vater aber alle paar Wochen Probleme mit dem Umgangsrecht und darf seine Tochter nicht sehen, da sie angeblich öfters krank (Erkältung) ist. Der angebliche Husten könnte ja also auch daher kommen... Was eventuell noch interessant ist, Mutter ist selbst auch oft "krank" und eine wandelnde Apotheke...

Nun die Frage: Wenn das Kind auch mit positiven Test keine allergischen Reaktionen im Umgang mit den Katzen zeigt; kann die Mutter zum vielbemühten "Kindeswohl" die Abschaffung der Katzen erfolgreich einklagen oder aber den Umgang des Vaters mit der Tochter verbieten/einschränken?

Danke für eine klare Aussage, was realistisch durchzusetzen/zu befürchten ist.

Viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich auf der Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:


In einem Umgangsverfahren würde darüber entschieden, ob, wie oft, wie lange und ggf. wo der Kindesvater den Umgang ausübt. Eine Entscheidung über die Katzen, die nach Ihrer Sachverhaltsschilderung gar nicht dem Vater, sondern dessen Partnerin gehören, trifft der Richter nicht.

Ob der Umgang einschränkend geregelt wird, lässt sich ohne Kenntnis aller Einzelheiten nicht abschließend beurteilen. Da grundsätzlich der Kontakt zum Vater allerdings ein hoher Wert und für das Kindeswohl wichtig ist, sind die Gerichte nach meiner Erfahrung hier sehr zurückhaltend. Wenn die gesundheitlichen Probleme, die beim Kind tatsächlich auftretend, geringfügig sind, dürfte eine Einschränkung der Besuchskontakte (auch in der Wohnung des Vaters) wohl eher nicht in Frage kommen. Hat das Kind allerdings zeitlich verzögert nach dem Kontakt mit den Katzen erhebliche Beschwerden, wäre eine Einschränkung des Kontakts - zum Beispiel in der Weise, dass der Kontakt nicht in der Nähe der Katzen stattfinden darf - eher denkbar.

Im Rahmen eines Verfahrens würde nach Ihrer Sachverhaltsschilderung vermutlich zunächst einmal aufgeklärt werden müssen, ob tatsächlich erhebliche gesundheitliche Probleme durch die Katzen ausgelöst werden. Wenn die Mutter dies nicht beweisen kann, dürfte sie wenig Möglichkeiten haben, eine Einschränkung der Kontakte durchzusetzen oder einen Einfluss auf die Art der Durchführung zu nehmen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2014 | 09:51

Das Besuchsrecht findet einmal in der Woche für 4 Std. statt. Also müssten die Katzen nicht sofort abgeschafft werden, sondern es könnte trotz Allergietest ein Beweis der Mutter angefordert werden, der zeigt, dass der Husten an den Katzen liegt (weil eben in der Zeit des Besuchsrecht nie Anzeichen für eine akute Allergie vorliegen)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2014 | 10:09

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Eine Verpflichtung, die Katzen abzuschaffen, sehe ich, wie schon dargelegt, nicht.

Sollte die Mutter den Umgang verweigern, müsste der Vater sein Umgangsrecht gerichtlich geltend machen (falls es nicht bereits eine gerichtliche Entscheidung über den Umgang gibt). Hier würde der Richter dann voraussichtlich - wenn er die Einwände der Mutter für plausibel hält - ein ärztliches Gutachten einholen, bevor er entscheidet.

Vielleicht würde es zur Aufklärung beitragen, wenn der Kindesvater im Frühjahr, sobald das Wetter es zulässt, einen einzelnen Kontakt außerhalb der Wohnung durchführt. Sollte die Mutter auch nach einem Besuch, bei dem das Kind nicht mit den Katzen in Berührung kommt, über gesundheitliche Beschwerden klagen, wäre der Zusammenhang zumindest fraglich.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 06.02.2014 | 07:39

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