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Bedrohung mit einem Messer

24.02.2005 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Unser Hund ist heute morgen beim Heimkommen versehentlich durch die offene Tür wieder nach draußen geschlüpft und zu einem gerade vorbeikommenden Hundehalter mit Collie gerannt. Es hat eine Rangelei gegeben, wobei keiner der beiden Hunde verletzt wurde. Der Halter ist sofort völlig ausgetickt und hat meinem Mann angedroht, unseren Hund beim nächsten Zusammentreffen ohne Maulkorb "abzustechen". Das hat er mehrmals wiederholt. Einige Stunden später stand er vor meiner Haustür, in der Hand ein (noch) nicht geöffnetes Klappmesser, beschimpfte mich völlig hysterisch, er würde sich schon etwas einfallen lassen - und falls er meinen Mann nochmals ohne Maulkorb "erwischen" würde, würde er ihn "abstechen". Ob er meinen Mann oder meinen Hund meinte, konnte ich aus er Aussage nicht heraushören.
Nun meine Frage - ist das nun eine Bedrohung? Ich jedenfalls habe mich sehr bedroht gefühlt. Reicht das für eine Anzeige und was wäre hierfür das Strafmaß?
Gruß,
DanielaN

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Äußerung des Hundehaltes dürfte eine Bedrohung darstellen.
Denn Sie kann in der Tat so aufgefasst werden, daß Ihrem Mann eine gefährliche Körperverletzung in Aussicht gestellt hat. Da es sich dabei um eine Straftat handelt, die mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 1 Jahr bedroht wird, wurden Sie mit der Begehung eines gegen Ihren Mannes gerichteten Verbrechens bedroht. Dies reicht für die Verwirklichung des Tatbestandes der Bedrohung gem. § 241 Abs. 1 StGB aus. Sie können den Tatbestand zur Anzeige bringen.

Eine Bedrohung wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder mit Geldstrafe belangt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort helfen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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