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Bedrohung durch Nachbarn

| 22.05.2014 10:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Auf Grund eines Streits im Nachbarhaus zwischen einem Paar, mit eindeutigen sehr lauten Schreien der Frau und den Geräuschen geworfener Gegenstände" benachrichtigte meine Frau vorsichtshalber die Polizei, die dann auch ins Nachbarhaus kam. Mit Grund war auch, dass das Paar ein Kleinkind hat, das man durch den Anruf bei der Polizei auch ggf. schützen wollte.

Nachdem die Polizei schon wieder abgezogen war wurde meine Frau vom Nachbarn (also dem Mann des Paares) von seinem Balkon aus beschimpft, bespukt (ohne zu treffen) und mit Worten bedroht.

Als ich Abends von meiner Arbeit nach hause kam und von meiner Frau diese Geschichte erzählt bekam, bat ich sie sofort mit mir zur Polizei zu gehen und diesen Vorfall zu melden.

Die Polizei war sehr freundlich und nahm sich in Ruhe für uns Zeit. Wir erfuhren auch, dass besagter "Mann" ein stadtbekannter Kleinkrimineller ist (Zitat: "Hat ein langes Strafregister") nur leider sind wir mit der Information zurückgeschickt worden, dass man, solange keine "echten Handgreiflichkeiten" oder Gewalt- oder Morddrohungen ausgesprochen würden, keine Handhabe hätte ... also nichts gegen ihn unternehmen kann.

Mit Grund unserer Sorgen ist auch, dass unsere achtjährige Tochter die Drohungen des Mannes mitbekam und dementsprechend verängstigt ist!

Als wir am Abend in unserem Garten saßen (der Ort, von dem aus die Nachbarn von ihrem Balkon herab uns sehen können), stand "der Herr Nachbar" demonstrativ am Fenster und "glotzte" mit grimmigem Gesicht lange auf uns was wir in dieser Situation als "versuchte Einschüchterung" auffassten.

In summa ist das eine sehr unangenehme Situation, die uns (und hier besonders unserer Tochter und meiner Frau) die Lebensqualität verschlechtert.

Wie können wir uns hier "vernünftig" verhalten? Wie und wer kann in solchen Situationen helfen?

Herzliche Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Grundsätzlich stehen Ihnen in dieser - sicherlich mehr als unangenehmen - Situation zwei Möglichkeiten offen.

Sie können sich zum einen an die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft wenden und zum andern zivilrechtlich gegen den Nachbarn vorgehen.

Der Gang zur Polizei blieb bis jetzt ja leider erfolglos.

Gegenenfalls sollten Sie allerdings nicht zögern sich erneut an die Polizei oder auch direkt an die zuständige Staatsanwaltschaft zu wenden.

Mir sind zwar leider die genauen Umstände bei dem Vorfall mit dem Bespucken und Beschimpfen nicht bekannt; grundsätzlich könnte diesbezüglich von Ihrem Nachbarn z.B. aber der Straftatbestand der Beleidigung gem. § 185 StGB erfüllt worden sein.

Was die bösen Blicke betrifft, gestaltet sich eine strafrechtliche Verfolgung erheblich schwerer.

Ich würde diesbezüglich raten, erneut bei den Ermittlungsbehörden vorstellig zu werden und um Hilfe zu bitten. Sollte dies dort wiederum keine Reaktion hervorrufen, besteht die Möglichkeit einen Rechtsanwalt einzuschalten um der Angelegenheit entsprechend Nachdruck gegenüber den Ermittlungsbehörden zu verleihen.

Ferner können Sie versuchen, vor dem Zivilgericht eine Unterlassungsverfügung bzw. ein Unterlassungsurteil gegen Ihren Nachbarn zu erwirken.

Entsprechend § 1004 BGB analog haben Sie selbstverständlich Anpruch auf Unterlassung künftiger Beschimpfung und Drohungen. Selbiges gilt natürlich auch für Bespucken und die bösen Blicke. Um sich hier richtig zu verhalten und um die Beweislage zu prüfen, sollten Sie sich jedoch schnellstmöglich an einen Rechtsanwalt wenden.

Diesbezüglich besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit den Rechtsanwalt zunächst mit der Anfertigung eines sehr energischen außergerichtlichen Anschreibens an Ihren Nachbarn zu beauftragen, um diesem mögliche Konsequenzen seines Verhaltens deutlich vor Augen zu führen.

Darüber hinaus empfehle ich Ihnen ab sofort ein Protokoll sämtlicher Vorkommnisse zu führen.

Schließlich gibt es noch eine dritte Möglichkeit:

Falls es die gegenwärtige Situation erlaubt, könnten Sie auch versuchen, die Angelegenheit in einem persönlichen Gespräch oder Brief zu entschärfen. Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung gehe ich allerdings davon aus, dass dies in der gegenwärtigen Situation keine Option für Siedarstellt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen für das Erste einen Überblick verschaffen konnte und wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser schlimmen Situation bzw. künftig eine friedliche Nachbarschaft!

Sollten Sie weitergehende Hilfe in dieser Angelegenheit benötigen, steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen trotz des Ärgers noch einen schönen Tag und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz,

Nino Jakovac
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.05.2014 | 14:40

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"Wir haben uns dafür entschieden die Sache im direkten Gespräch zu klären. Der Nachbar (also der Aggressor) war sichtlich überrascht und das Gespräch "normal". Da besagter Nachbar jedoch polizeibekannt ist und uns nun schon mehrfach bewiesen hat, dass er durchaus ausrasten kann, bleibt ein bitter Nachgeschmack. "
FRAGESTELLER 24.05.2014 4,8/5,0
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