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Bedrohung-Schulwechsel-Schulgeld

04.05.2009 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


07:37
Guten Tag,
folgendes Problem.

Unsere Zwillinge waren bis vor einem Monat Schüler an der Realschule
in unserem Ort.

Ein paar halbstarke(alle unter 14) hatten es sich nun zum Hobby gemacht die beiden täglich vor, während und nach der Schule abzufangen ,einzuschüchtern,
und mit Schlagringen zu bedrohen.

Jeden Tag waren wir nun gezwungen die Kinder in die Schule zu fahren
und auch wieder abzuholen.

Mehrere Gespräche mit der Schulleitung verliefen zwar immer verständnisvoll
aber leider fruchtlos.

Innerhalb von drei Monaten verschlechterte sich die Situation so gravierend,
das wir die Kinder umschulen mussten.Ärztliche Atteste vorhanden.

Wir hatten leider keine andere Alternative als eine private Waldorfschule.
Diese liegt ca.20 Kilometer von unserem Wohnort entfernt.

Das Schulgeld liegt bei 300€ monatlich.

Gegen die beteiligten Jungs wurde von uns Strafanzeige gestellt.
Diese wurde natürlich von der zuständigen Staatsanwaltschaft
aufgrund des Alters eingestellt.

Nun zu meiner Frage ,wäre es einen Versuch wert auf zivilrechtlichem Weg
die Eltern der Jungs oder diese selber auf Erstattung des Schulgeldes zu verklagen? Für ernsthafte Antworten wären wir sehr dankbar.

Bitte um einen Anwalt mit viel Durchsetzungsvermögen.MfG




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04.05.2009 | 10:30

Antwort

von


(344)
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel: 0211/133981
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Eine Inanspruchnahme der Kinder oder deren Eltern sehe ich eher nicht realisierbar. In Betracht käme - wenn überhaupt - lediglich ein sog. "deliktsrechtlicher Anspruch". Ein Anspruch nach § 823 Abs.1 BGB dürfte schon alleine aus dem Grunde scheitern, dass keines der dort genannten Rechtsgüter verletzt ist. Auch ein dort genanntes "sonstiges Recht", welches z.B. das allgemeine Persönlichkeitsrecht beinhaltet, ist meines Erachtens nicht verletzt. Eine weitere Anspruchsgrundlage bietet noch § 826 BGB . Fraglich ist hier jedoch, ob Ihnen ein Schaden zugefügt worden ist, weil die anderen Kinder gegen die sog. "guten Sitten" verstoßen haben. Ein Verstoß gegen die Guten Sitten kann zwar auch durch ein Tun oder Unterlassen bestehen. Selbst wenn man einen solchen Verstoß annehmen würde, so müssten Sie beweisen, dass das Verhalten der Kinder ursächlich für die untragbare Belastung der Kinder war. Darüber hinaus müssten Sie darlegen, dass es keine andere zumutbare Alternative gab, welche weniger kostenintensiv ist. Es besteht Ihrerseits eine entsprechende Schadensminderungspflicht.

Trotz der vorgenannten Probleme des Falles und entsprechender Bedenken, können Sie natürlich den Versuch einer außergerichtlichen Inanspruchnahme unternehmen. Es dürfte jedoch davon auszugehen sein, dass diese nicht zum gewünschten Erfolg führen wird. In einem gerichtlichen Verfahren müssten dann die vorgenannten Fragen und Probleme erörtert werden. Wie bereits geschildert, sehe ich insgesamt wenig Erfolgsaussichten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen gleichwohl eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021


Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2009 | 23:35

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
gilt die sogenannte "Schadensminderungspflicht" nicht ebenso für die Täter und deren ebenfalls informierten Famillien? Schon weit vor Wechsel der Schule, wurden die Familien der Täter -durch die Schulleitung unserer Kinder, durch Information der Polizei und des Ordnungsamtes in Kenntnis gesetzt. Trotz Hausverbot der entsprechenden Schüler- ausgesprochen von unserem-gegenüber dem jeweiligen Schüler -und von ihren eigenen Schulleitern passierte einfach nichts.

Die verwiesenen Schüler betraten die Schule weiterhin ungehemmt.
Und bedrohten auch in der selben Weise...

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.05.2009 | 07:37

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Schadensminderungspflicht gilt für denjenigen, der einen Anspruch geltend macht. Zu dieser Frage kommt man aber erst dann, wenn man überhaupt einen Anspruch bejahen kann. Wie bereits dargelegt, ist dies in Ihrem Fall nicht einfach.

Sofern Sie dies möchten, stehe ich Ihnen gerne noch per Mail oder auch für eine Interessenvertretung zur Verfügung.

MIt freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

ANTWORT VON

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