Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bedarfsgemeinschaft?


| 19.03.2006 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Guten morgen,

meine Freundin verdient im Monat 750 Euro Netto,ich beziehe ALG 1

in Höhe von 900 Euro monatlich.Wir wohnen seit einem Jahr zusammen.Aufgrund von Schimmel in der Wohnung werden wir bald umziehen müssen,eine neue Wohnung(400 Euro Kalt,73 Qm)haben wir bereits in Aussicht.Wenn ich bald kein Job finde,rutsche ich leider ende des Jahres in ALG 2.Die Mietobergrenze in unserem Stadt beträgt für zwei Personen 395 Euro kalt.Meine Freundin hat mehrere Sparbücher(ca. 20 000 Euro).Ich besitze kein Vermögen über 4800 Euro.Da wir keine gemeinsame Kinder,keine gemeinsame Konten und Vollmachten haben werden wir beim Amt eine Bedarfsgemeinschaft abstreiten.Wir sind auch nicht bereit uns gegenseitig finanziell zu unterstützen.

Meine Fragen sind:

- Wir stehen die Chancen,dass mein ALG 2-Antrag,ohne Anrechnung des Vermögens meiner Freundin,erfolg hat?

- Dürfen wir einen neuen Mietvertrag gemeinsam unterschreiben,wenn eine Bedarfsgemeinschaft aus unseren Sicht nicht vorliegt?

Vielen Dank im Vorraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Eine Bedarfsgemeinschaft würde in Ihrem Fall dann vorliegen, wenn Sie eine eheähnliche Beziehung führen würden. Hierfür ist Voraussetzung, dass sich die Beziehung schon so weit verfestigt hat, dass eine auf Dauer angelegte Gemeinschaft zu bejahen ist, sie derart ausgestaltet ist, dass sie gleichartige Beziehungen neben sich ausschließt, und dass die beiden Partner auch tatsächlich willens sind, für einander einzustehen und aufzukommen.

Bei der Beurteilung ist stets eine Gesamtwürdigung sämtlicher Umstände vorzunehmen. Ein Umstand, der für die Bejahung einer eheähnlichen Gemeinschaft sprechen wird, ist der gemeinsame Abschluss eines Mietvertrags. Hiervon möchte ich Ihnen daher eher abraten, da Sie hiermit zumindest ein gegen Ihre Auffassung sprechendes Indiz schaffen würden. Wenn es keine objektiven Hinweise auf eine eheähnliche Beziehung gibt (z.B. gemeinsame Kinder, gemeinsame Kontenführung, gemeinsame Anschaffungen), verlangen die meisten Gerichte im Übrigen für die Annahme einer eheähnlichen Gemeinschaft, dass die Partner seit mindestens drei Jahren zusammenleben. Dies ist bei Ihnen nicht der Fall, so dass Sie gute Aussichten haben, nicht als Bedarfsgemeinschaft eingestuft zu werden, wenn Sie tunlichst alles unterlassen, was sonst als Indiz für eine eheähnliche Gemeinschaft gelten könnte.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen dank für die schnelle Hilfe. "