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Bebauung eines Nachbargrundstücks

05.12.2006 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich besitze eine Eigentumswohnung im mittleren von drei an einer Straße gelegenen Mehrfamilienhäusern (drei einzelne Eigentümergemeinschaften). Hinter unseren Häusern befindet sich ein sehr großes, mit einem Einfamilienhaus bebautes Grundstück, für das laut Gerichtsbeschluß kein Bebauungsplan vonnöten ist. Dieses Grundstück ist nur über einen privaten, 2,80m breiten, nur leicht gepflasterten Fahrweg, der sich im gemeinsamen Eigentum der Eigentümer der drei zur Straße liegenden Häuser befindet, erreichbar. Das große Grundstück soll nun mit 3-stöckigen Doppelhäusern und einer Zeile Reihenhäuser bebaut werden. Im Grundbuch ist für den Fahrweg Folgendes eingetragen: "Grunddienstbarkeit (Abwasser und Zufahrtsrecht) für den jeweiligen Eigentümer von Grundstück Blatt ..... (das hintenliegende Grundstück) Gleichrang mit Recht Abtl.II Nr. 1 u. 2 gemäß Bewilligung v. ...." Abgesehen davon, dass wir erhebliche Bedenken haben, dass unser Fahrweg die Baufahrzeuge aushält, würde uns eine derart enge und hohe Bebauung jegliche Luft und Sonne nehmen. Eine Bebauung wird nicht zu verhindern sein; das wäre wohl auch unverhältnismäßig. Meine Frage lautet nun: gibt es eine Einwirkungsmöglichkeit der Eigentümer der drei vorn liegenden Häuser auf die Bebauung des hinten liegenden Grundstücks?

Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

Soweit durch die Baufahrzeuge Schäden entstehen, sind Ihnen die Eigentümer zum Schadensersatz verpflichtet, da der Weg erkennbar keine Baustraße ist.
Grds. sehe ich keine Möglichkeiten, gegen die Baumaßnahme vorzugehen. Die einzige Möglichkeit wäre, gegen die begünstigende Baugenehmigung Widerspruch einzulegen. Dass dabei eine Verletzung nachbarschützender Regelungen möglich ist, halte ich eher für unwahrscheinlich, da ausreichender Nachbarschutz über die Abstandsregelung im formellen Baurecht gewährt wird. Sie sollten den genauen Sachverhalt abschließend von einem öffentlich-rechtlich versierten Kollegen vor Ort abschließend prüfen lassen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de

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