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Bearbeitungsgebühr


| 19.09.2005 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ein Kunde hat vor 4 Wochen Ware im Wert von 877,80€ bestellt und eine Anzahlung von 200,00€ geleistet.Trotz mehrer Telefonate und Versprechen die Ware abzuholen ist dies nicht geschehen.Wir werden ihn jetzt schriftlich, mit Fristsetzung von 1 Woche, zur Abholung auffordern. Da diese Ware Beschaffungsware ist, nimmt unser Großhändler diese nur mit einer Bearbeitungsgebühr zurück. Können wir unserem Kunden bei Nichtabholung diese Bearbeitungsgebühr anrechnen? Wenn ja, in welcher Höhe und ab welchem Zeitraum ist das möglich?

Vielen Dank
19.09.2005 | 09:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Da es hier um eine Entgeldforderung für gelieferte Leistungen geht, kommt der Käufer spätestens 30 Tage nach Fälligkeit (hier wohl mit Lieferung) und Zugang einer Rechnung.
Sie haben von 4 Wochen gesprochen, daher ist Ihr Kunde wahrscheinlich bereits in Verzug geraten.

2.Da Sie anscheinend jetzt die Ware wieder zurück schicken wollen, sobald klar ist, dass der Käufer die Ware nicht abholt, müssen Sie trotzdem eine Mahnung mit mindestens 1 wöchiger Fristsetzung schicken mit dem Hinweis, dass Sie dann vom Vertrag zurück treten und den Verzögerungsschaden und andere möglicherweise vorhandenen Schäden geltend machen werden.

3.Mit Verzug muß Ihnen der Käufer den sogenannten Verzögerungsschaden (§ 286 Abs. 3, 280 Abs. 2 BGB) ersetzten, also dasjenige, was Ihnen aus der Nichtbezahlung des Kunden an Schaden entstanden ist wie z.B. Lagerkosten. Die Bearbeitungsgebühr Ihres Lieferanten erhalten Sie nicht aus dem Verzug, sondern erst mit Ablauf der Frist zur Abholung der Ware. Diese Kosten sind dann Schadensersatz wegen Nichtbezahlung der Ware (§ 281 Abs. 1, 280 Abs. 3, 1 BGB).

Zusammengefaßt: Sie können die Bearbeitungsgebühr nach Ablauf der Frist und Nichtzahlung vollständig ersetzt verlangen, daneben können Sie den Verzögerungsschaden geltend machen und vom Vertrag zurücktreten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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