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Beantragung alleiniges Sorgerecht - Genügen diese Vorfälle, um ihm das Sorgerecht zu entziehen??.

01.02.2010 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:05
Ich bin seit September 2009 geschieden. Mein Ex kümmert sich seit Monaten nicht mehr um unsere gemeinsame Tochter (5 Jahre). Er hat außerdem von einem Gemeinschaftskonto, welches ich für unsere Tochter angespart hatte, das ganze Geld abgehoben. Hab ihn wegen Unterschlagung angezeigt. Verfahren läuft noch. Seine Freundin (23 Jahre alt) droht mir und beleidigt mich per SMS. Habe meine Handy-Nr. nun gewechselt. Wollte bei der Bank ein Sparbuch für meine Tochter anlegen, er bringts nicht mal fertig, die Zustimmung zu erteilen. Wieso braucht er das Sorgerecht?? Ihn interessiert seine Tochter überhaupt nicht mehr. Genügen diese Vorfälle, um ihm das Sorgerecht zu entziehen??
01.02.2010 | 10:44

Antwort

von


(408)
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22851 Norderstedt
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Mindesteinsatzes in der gebotenen Kürze wie folgt beantworten möchte.

Eine Sorgerechtsentscheidung kann aufgrund einer Vermögensgefährdung/ Gefährdung des Kindesvermögens herbeigeführt werden. Dies geht aus § 1666 I, II BGB ausdrücklich hervor.
Insofern hat der Kindesvater hier durchaus einen Anlaß zu einer familiengerichtlichen Entscheidung gegeben, sofern es sich hier tatsächlich ausschließlich um Vermögen des Kindes gehandelt hat und er dieses abgehoben hat.

Eine Sorgeentscheidung aufgrund von Drohungen der Freundin des Kindesvaters wird hier wohl nicht zu erreichen sein. Aus Ihren Ausführungen ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die Drohungen das Kindeswohl gefährden sollten.

Sofern der Kindesvater aktiv seine Mitarbeit/ Zustimmung verweigert, sofern diese benötigt wird, so kann wohl auch aus diesem Grund grds. eine Entscheidung des Familiengerichts hinsichtlich des Entzugs der elterlichen Sorge notwendig werden.
Ob allerdings die fehlende Zustimmung des Vaters zur Errichtung eines Sparbuches ausreichend ist, erscheint fraglich.

Eine Entscheidung des Familiengerichts könnte hier vor allem auf der Verletzung der mit der Vermögenssorge verbundenen Pflichten bzw. der Vermögensminderung beruhen.

Allerdings kann hier allein aufgrund der von Ihnen gelieferten Informationen nicht endgültig beurteilt werden, inwieweit der Antrag auf Entzug der elterlichen Sorge Erfolg haben wird.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2010 | 10:51

Sehr geehrte Frau Türk,

erst mal herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Aber wenn er sich überhaupt nicht mehr um seine Tochter kümmert und sein Umgangsrecht gar nicht wahrnimmt, ist dies denn nicht auch ein Grund für einen Sorgerechtsentzug??

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2010 | 11:05

Sehr geehrte Ratsuchende!

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten.

Zunächst einmal steht hier ja ein Entzug des Sorgerechts wegen der Vermögensgefährdung im Raum.
Dies könnte bereits ausreichend sein.

Ein Nichtkümmern ist zunächst bedauerlicherweise kein Grund für einen Entzug der elterlichen sorge, sofern dies nicht eine Gefährdung des Kindeswohls nach sich zieht.

Sofern der Kindesvater allerdings notwendige Zustimmungen, z. B. bei Arztbesuchen, Operationen, auch Bank, usw. dauerhaft grundlos nicht erteilt, könnte auch dies einen Grund für einen Sorgerechtsentzug liefern.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage beantwortet zu haben.


Mit freundlichem Gruß,

Türk
Rechtsanwältin

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