Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beantragung Aufenthaltsbestimmungsrecht in Verbindung mit Umgangsrecht

| 02.04.2015 07:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Ich bin seit 10 Jahren geschieden. Meine beiden Kinder, die 17 u. 12 Jahre alt sind, leben bei der Mutter. Es besteht das gemeinsame Sorgerecht für die beiden Kinder. Das 16 jährige Kind hat aufgrund der Manipulation der Mutter seit 8 Jahren keinen Kontakt mehr zu mir. Das 12 jährige Kind sehe ich regelmäßig alle 14 Tage am Wochenende. Es wurde bereits ein Antrag auf Erweiterung des Umgangs gestellt und ein psychologisches Gutachten angeregt. Es gibt bereits einen Gerichtstermin. Seitdem die Mutter um die Erweiterung des Umgang gebeten wurde, was sie rigoros ablehnt mit der Begründung, dass die Kinder nicht wollen, zeigen sich verstärkt massive Verhaltensauffälligkeiten des 12 jährigen Kindes. Daher möchte ich nun zusätzlich das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das 12 jährige Kind beantragen, um zumindest das 12 jährige Kind aus der Drucksituation (ständige Manipulation gegen den Vater) herauszunehmen. Mein Anwalt meint jedoch, dass dies nicht ginge, da das Aufenthaltsbestimmungsrecht viel mehr als das Umgangsrecht sei, so dass der Antrag auf erweiterten Umgang zurückgezogen werden müsse. Letztlich müsse ein Gutachten her, das zeige, warum die Kinder keinen Kontakt bzw. erweiterten Umgang wünschen. Wenn das im Umgangsverfahren angeregte Gutachten komme, könne immer noch beantragt werden, dass im Gutachten auch Stellung zu Fragen des Aufenthaltsbestimmungsrechtes genommen werde. Ist es sinnvoll, einen Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht vor der mündlichen Verhandlung zu stellen oder sollte die Verhandlung abgewartet werden? Welche Auswirkungen hat ein Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht in Bezug auf den gestellten Antrag auf erweiterten Umgang? Was ist zu beachten?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das ist eine schwierige Situation.

Der Umgang und der Aufenthalt sind verschiedene Angelegenheiten.

Allerdings ist man im Familienrecht nicht an allzu strenge prozessuale Voraussetzungen gebunden.

Man kann daher auch in einem Umgangsverfahren einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes stellen.

Gerade weil ohnehin schon ein Gutachter beauftragt ist, kann man das so machen.

Allerdings kann es auch passieren, dass man an einen Richter gerät, der die Sachen getrennt behandelt. Das wird er Ihnen aber mitteilen. Dann müsste ggf. der Antrag auf Übertragung des ABR separat gestellt werden.

Zunächst kann man aber versuchen, alles in einem Verfahren abzuhandeln.

Rein praktisch würde ich aber die anstehende Verhandlung abwarten und dann entscheiden.

Zeigt der Richter entsprechenden Handlungswillen dann kann man in dem Gerichtstermin den Antrag auf das ABR stellen und diesbezüglich nochmal das Gutachten anfordern.

Lehnt der Richter diese Vorgehensweise ab, stellt man den Antrag umgehend nach der Verhandlung und lässt die Umgangssache entscheiden, damit man erstmal zumindest den erweiterten Umgang hat.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2015 | 11:24

Es liegt ein Mißverständnis vor. Bisher liegt noch kein Gutachten vor und die Mutter möchte auch ein Gutachten auf jeden Fall verhindern. Für mich sind meine gestellten Fragen noch nicht beantwortet. Sie lauten:

1. Ist es sinnvoll, einen Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht vor der mündlichen Verhandlung zu stellen oder sollte die Verhandlung abgewartet werden? (Welche Vor- u. Nachteile könnten sich ergeben, insbesondere mit Blick auf das von mir angestrebte Gutachten. Ich will also unbedingt erreichen, das ein Gutachten durchgeführt wird, welches die Mutter verhindern möchte.)


2. Welche Auswirkungen hat ein Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht in Bezug auf den gestellten Antrag auf erweiterten Umgang? Was ist zu beachten?
(Sollte ein Antrag auf ABR und hilfsweiese erweiterter Umgangsrecht - jetzt (oder später) - gestellt werden, damit sicher ein Gutachten beauftragt wird und die Manipulation fesgestellt wird. Wäre solch ein Antrag vor der anberaumten Verhandlung sinnvoll, um keine Zeit mit Blick auf das begehrte Gutachten zu verlieren?)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2015 | 12:06

1. Ist es sinnvoll, einen Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht vor der mündlichen Verhandlung zu stellen oder sollte die Verhandlung abgewartet werden? (Welche Vor- u. Nachteile könnten sich ergeben, insbesondere mit Blick auf das von mir angestrebte Gutachten. Ich will also unbedingt erreichen, das ein Gutachten durchgeführt wird, welches die Mutter verhindern möchte.)

Nein, das ist nicht sinnvoll, sondern man sollte sich dies vorbehalten und ggf. im Termin reagieren.

Das Gutachten soll natürlich zur Klarheit in der Sache führen.

Es wird aber oft nicht bedacht, welche Nachteile solch ein Gutachten gerade für das Kind haben kann.

2. Welche Auswirkungen hat ein Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht in Bezug auf den gestellten Antrag auf erweiterten Umgang? Was ist zu beachten?
(Sollte ein Antrag auf ABR und hilfsweiese erweiterter Umgangsrecht - jetzt (oder später) - gestellt werden, damit sicher ein Gutachten beauftragt wird und die Manipulation fesgestellt wird. Wäre solch ein Antrag vor der anberaumten Verhandlung sinnvoll, um keine Zeit mit Blick auf das begehrte Gutachten zu verlieren?)

Wenn man auf das ABR abzielt, wird der Umgangsantrag hinten angestellt, weil dieser dann nicht mehr zielführend ist.

Verfolgen Sie erstmal abschließend den erweiterten Umgang und beantragen danach die Übertragung des ABR.

Bewertung des Fragestellers 04.04.2015 | 08:28

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 04.04.2015 2,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER