Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beamter auf Widerruf, Mobbing


17.06.2014 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Mobbing und Dienstunfähigkeit/Umsetzung


Hallo!

Ich bin aktuell in einem ziemlich verzwickten Situation und suche daher rechtlichen Rat. Ich versuche die Situation unten so gut wie möglich zu schildern.

Ich bin seit dem 01.09.13 Steueranwärter der SenFin in Berlin. Ich hatte schon im ersten Teil der schulischen Ausbildung (FTA1, ging von September bis Anfang Dez.) einige Schwierigkeiten mit dem lernen hinterher zu kommen, dementsprechend schlecht sahen meine Noten dann auch aus. Grund dafür war, dass ich mich um meine Eltern kümmern musste, die beide sehr krank sind (Mutter starkes Asthma, hängt fast nur am Sauerstoff, Vater zu 90% Seh- und Hörbehindert). Die Situation hatte sich jetzt gebessert, da meine Geschwister mich nun unterstützen und mir die Last nehmen, nur wurde ich schon im Januar von der SenFin zu einem Gespräch eingeladen, indem man versucht hatte mir alles schlecht zu reden und das ich das ganze lieber sein lassen sollte, was ich natürlich nicht getan habe.

Ab Dezember ging es dann in ein Finanzamt, wo wir praktische Erfahrung sammeln sollten, was auch sehr gut ging, bis ich im Februar eine starke Lungenentzündung hatte. Als ich wieder da war, habe ich selbst schon gemerkt, dass ich irgendwie nicht mehr Willkommen war. Man hatte mir eine erfahrene Kollegin zur Seite gestellt(Nennen wir Sie Frau S.), die mich Coachen sollte um das praktische alles zu wiederholen, nur lief das alles andere als gut.

Frau S. hatte permanent was auszusetzen, die anderen Kollegen in den anderen Zimmern haben mir ebenfalls mehr oder weniger die kalte Schulter gezeigt, ich war einfach ein Dorn im Auge. Frau S. ist eine sehr penible Frau, die der Meinung ist, dass alles was Sie tut richtig ist. Sie legte sich sogar mit dem Vorgesetzten an, weil Ihr gewisse Zeichnungsrechte einfach nicht gefielen.

Frau S. selbst meinte zu mir, als wir alleine waren, dass ich dringend an meiner Lesekompetenz und Aussprache arbeiten solle, da Sie das enorm störe. Als ich Akten holen war (Dauerte 2 Minuten, da ich den Bereich noch nicht kannte), fiel Ihr auf, dass das ganze viel zu lange dauerte und das so nicht weiter geht, als ich am Briefe sortieren war und auf einem Blatt nach der richtigen Aufteilung suchte, meinte die Freundin von Frau S. die selbst Ranghöher ist, dass ich gefälligst zu arbeiten habe und nicht dumm rumstarren solle.

Die beiden warfen mir sogar vor, dass ich mich bei internen Schulungen nichts notiert hätte, obwohl ich mehr als 5 Seiten beschrieben hatte. Nebenbei war noch die SenFin mir im Nacken, dass ich unbedingt ein Motivationsschreiben anfertigen sollte, zu einem Gespräch musste und man mir selbst telefonisch mitteilte, dass man überlegt, ob man mich nicht einfach rauswirft. Das war so belastend, dass ich einfach nicht mehr zur Arbeit konnte. Mein Arzt hatte mich daher krankgeschrieben und er selbst ist der Auffassung, dass es sich hierbei um Mobbing handele.

Nun war ich Anfang des Monats zum Amtsarzt eingeladen worden zwecks Untersuchung auf Dienstunfähigkeit. Die Amtsärztin, hatte nichts gefunden und nun muss ich noch zu einem psychischen Gutachter, dessen Termin ich noch nicht habe.

Meine Frage an Sie ist, ob ich mir schon rechtliche Hilfe holen sollte, oder lieber warte, bis man mich rauswirft. Ich selbst möchte gerne im Beruf bleiben, da mir Steuerrecht doch irgendwie liegt und es mir sehr viel Spaß macht, ein Bekannter von mir, der ebenfalls Steueranwärter ist, durfte letztes Jahr aufgrund einer Krankheit wiederholen, mir selbst will man wohl sowas nicht anbieten, was ich mich aber doch sehr wünsche.

Ich entschuldige mich für diese "Text-Mauer" und würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten auf jeden Fall jetzt schon anwaltliche Unterstützung unverzüglich beiziehen, um weitere Konsequenzen zu vermeiden, die nämlich leider durchaus negativ seien könnten.

Im Einzelnen:

Ihren Dienstherrn trifft eine Fürsorgepflicht, die er ausschöpfen muss.

In den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit wird nicht versetzt, wer anderweitig verwendbar ist.

Das wird Sache Ihres Anwaltes sein, dieses zu prüfen und abzuklären.

Dieter kann mittels einer Vollmacht Einsicht in Ihre Personalakte bei Ihrem Dienstherrn beantragen; auch Einsicht in ärztliche Unterlagen ist möglich, wenn Sie Ihre behandelnden Ärzte von ihrer jeweiligen Schweigepflicht entbinden.

Dieses wäre der erste Schritt.

Sodann wird es darum gehen, dass Ihnen eine andere Dienststelle zugeordnet wird, soweit es möglich ist. Abstriche bei Ihrem Gehalt sind in engen Grenzen möglich, aber immerhin noch besser, als wenn Sie wegen Dienstunfähigkeit zur Ruhe gesetzt würden.

Letztlich wird es aber auch darauf hinauslaufen, die Ursachen der etwaigen Dienstunfähigkeit aufzuklären und in Bezug auf das Mobbing gegenüber Ihnen dieses abzustellen.

Denn das ist wichtig für etwaige Regressansprüche Ihres Dienstherrn, des Besoldungsamtes und der Krankenversicherung - und nicht zuletzt von Ihnen selbst.

Es ist also sehr wichtig, schon jetzt anwaltlich hier einzusetzen, um den weiteren Gang des Verfahrens entscheidend zu beeinflussen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER