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Beamter: Wechsel Laufbahn Land -> Bund


| 20.02.2007 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Hallo!

Derzeit bin ich Beamter des Landes Baden-Württemberg als Akad. Rat z.A. und dabei im technischen Betrieb einer Universität eingesetzt. Nun würde ich mich gerne auf eine geeignete Stelle im technischen Betrieb einer Bundesbehörde bewerben, bei der es Beamtenstellen meiner Laufbahn allerdings nicht gibt.

Gibt es für einen solchen Wechsel überhaupt eine Chance oder müßte ich dazu erst die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen und dort wieder von vorne beginnen (Referendariat, 3 Jahre Probezeit)?

Muß mein derzeitiger Vorgesetzter für einen solchen Wechsel zustimmen und kooperieren?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ein nahtloser Wechsel vom Land zum Bund ist im Gesetz nicht vorgesehen. Lediglich im Rahmen einer Abordnung eines Landesbeamten in den Bundesdienst zur vorübergehenden Beschäftigung ist keine Statusänderung erforderlich (§ 27 Abs. 4 BBG). Sollte dies in Ihrem Fall in Betracht kommen, sollten Sie Ihren Vorgesetzten hierauf ansprechen, ob man Ihnen eine solche Abordnung ermöglicht.

Anderenfalls werden Sie nicht umhin kommen, die Entlassung aus Ihrem bisherigen Dienstverhältnis zu beantragen und um Aufnahme in das Beamtenverhältnis auf Bundesebene nachzusuchen. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass Sie den Vorbereitungsdienst erneut absolvieren. Gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 3b BBG dürfen auch solche Personen in das Beamtenverhältnis berufen werden, die die erforderliche Befähigung durch Lebens- und Berufserfahrung innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes erworben haben. Ob dies der Fall ist, entscheidet der Bundespersonalausschuss. Dieser ist auch der richtige Ansprechpartner für Sie und Ihr Anliegen. Unabdingbare Voraussetzung ist, dass Sie mindestens dreißig Jahre - wenn es um den höheren Dienst geht, mindestens 34 Jahre - alt und nicht älter als fünfzig Jahre sind. Eine Mitwirkung Ihres jetzigen Vorgesetzten ist juristisch betrachtet nicht erforderlich.

Eine Probezeit von drei Jahren wird Ihnen, wenn der Bundespersonalausschuss in Ihrem Fall keine besondere Ausnahme zulässt, jedoch nicht erspart bleiben (§ 22 Abs. 3 BBG).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 20.02.2007 | 21:23

Ich habe gerade §123 BRRG entdeckt. Ist dieser vielleicht eine Möglichkeit, einen nahtlosen Wechsel ohne größeres persönliches Risiko hinzubekommen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2007 | 21:33

Ja, grundsätzlich wäre auch eine Versetzung denkbar. Das Beamtengesetz des Landes Baden-Württemberg trifft hierzu eine - etwas versteckte - Regelung in § 37 Abs. 5, die den § 123 BRRG überflüssig macht:

§ 37 Abs. 5 LBG BW
Wird der Beamte in ein Amt eines anderen Dienstherrn versetzt, wird das Beamtenverhältnis mit dem neuen Dienstherrn fortgesetzt; auf die beamten- und besoldungsrechtliche Stellung des Beamten finden die im Bereich des neuen Dienstherrn geltenden Vorschriften Anwendung. Die Versetzung wird von dem abgebenden im Einverständnis mit dem aufnehmenden Dienstherrn verfügt. Das Einverständnis ist schriftlich zu erklären. In der Verfügung ist zum Ausdruck zu bringen, dass das Einverständnis vorliegt.


Sie sollten Rücksprache mit Ihrem Vorgesetzten hierzu halten. Außerdem sollten Sie sich auch insoweit an den Bundespersonalausschuss wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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