Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
491.151
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beamtenrecht, Zuweisung Beamtenanwärter Jobcenter


06.06.2016 22:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow



Guten Abend,
Ein guter Freund wird voraussichtlich in diesem Jahr in einer Kommune in NRW die Ausbildung als Anwärter im gehobenen nichttechnischen Beamtendienst (Beamter auf Widerruf) beginnen. Nun ist es wohl oftmals so, dass diese Leute, nach Beendigung der 3-jährigem Ausbildung dem Jobcenter zugewiesen werden (hier soll die Rechtsgrundlage Paragraph 44g SGB 2 ? sein, wenn ich richtig informiert bin. Nun haben wir allerdings nur als Gerücht gehört, dass die Kommune (mglw. Aus finanziellen Gründen?) plant, die Anwärter bereits in der Ausbildung - also direkt nach der Einstellung bzw.. Ernennung dem Jobcenter zuzuweisen, obwohl die Ausbildung "in Trägerschaft" der Kommune "ablaufen"soll. Wäre das überhaupt rechtens? Oder gilt der Paragraph 44g Sgb2 nur für Beamten die schon mit der Ausbildung fertig, also Beamte auf Probe sind? Gäbe es ggf. Nachteile wenn dem so wäre- also wenn mein Freund schon in der Ausbildung dem Jobcenter zugewiesen wäre?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Rechtsgrundlage kommt in der Tat § 44 SGB II in Betracht. Ihr Bekannter kann der Behörde ab Beginn der Ausbildung zugeteilt werden. Nachteile hat er hier durch nicht zu befürchten, weil er am Ende seiner Ausbildung wie alle Beamten des gehobenen Dienstes eine Prüfung ablegen muss.

Nun zu den Einzelheiten:

Das Jobcenter wird sowohl von der Kommune wie auch von der Bundesagentur für Arbeit getragen (§ 6 Abs. 1 SGB II). Es befindet sich also in kommunaler Trägerschaft.

Es können ihm sowohl Beamte als auch Arbeitnehmer der Träger (also Arbeitnehmer der Kommune, was ein Auszubildender regelmäßig ist) zugewiesen werden ( § 44 Abs. 1SGB II). Eine Zuweisung ist also rechtlich zulässig.

Träger der Ausbildung ist in jedem Fall die Kommune, da ihr Bekannter mit ihr einen Arbeitsvertrag (Ausbildungsvertrag) schließt. Er wird dann lediglich zur Stationsarbeit ( Praktischer Teil der Ausbildung bzw. Praktikum) während der Ausbildung dem Jobcenter zugewiesen, den theoretischen Teil der Ausbildung wird er gemeinsam mit weiteren Anwärtern absolvieren, meist an einer Fachhochschule für Verwaltung. An seinem Ausbildungsvertrag mit dem kommunalen träger ändert dies nichts (§44 Abs. 4 SGB II)

Der Ausbildungsverlauf kann von Bundesland zu Bundesland variieren, allen gemein ist jedoch die praxisnahe Ausbildung in einer Behörde sowie die theoretische Ausbildung und die Abschlussprüfung, die aus einer schriftlichen und mündlichen Prüfung besteht.

Ich gehe davon aus, dass die Behördenarbeit nicht immer und ausschließlich im Jobcenter stattfindet, ihr Bekannter hat, wenn er nicht dorthin gehen mag, meistens die Möglichkeit, sich eine Behörde auszusuchen und mit ihr zu besprechen, ob er ein Ausbildungspraktikum dort machen kann, solche Wünsche werden vom Träger der Ausbildung, also der Kommune, oft berücksichtigt.

Aber selbst wenn ihr Bekannter dem Jobcenter zugewiesen wird, hat das keine Nachteile für seine Ausbildung. Einzig die weitere Zuweisung wird gem. § 44 SGB II vereinfacht, in dem die Zustimmung des Geschäftsführers bei Wiederholter Zuweisung des gleichen Arbeitsnehmers nicht mehr eingeholt werden braucht.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 62443 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Super schnelle Antwort und Kompetent...absolut Klasse... Danke ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Dankeschön ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
schnelle und verständliche Antwort Vielen Dank ...
FRAGESTELLER