Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beamtenbeleidigung - Stellungnahme

| 10.07.2020 12:47 |
Preis: 35,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


14:37
Mein 16-jähriger Sohn hat unter Alkoholeinfluß einen Beamten beleidigt. Nun soll er sich dazu schriftlich äußern. Er möchte sich nicht äußern, sondern sich nur entschuldigen und die Geldstrafe annehmen.
Ist dies sinnvoll oder soll er nur gegen die Zahlung einer Geldstrafe das Verfahren einstellen lassen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
10.07.2020 | 13:23

Antwort

von


(137)
Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
Web: http://www.evdorrien.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sobald sich Ihr Sohn gegenüber der Polizei äußert, ist das eine sogenannte Einlassung.

Ich empfehle Ihrem Sohn, sich schriftlich zu entschuldigen, vielleicht ein paar Sätze der Erklärung anzufügen, so dass das Ganze auch glaubhaft und sympathisch wirkt.

Ihr Sohn sollte dann um die Einstellung des Verfahrens nach § 153 StPO bitten, das ist eine Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld - dann kommt es auch nicht zu einer Geldauflage. Ihr Sohn ist ja erst 16, und ich würde versuchen, das Verfahren deshalb ohne jede Auflage zu beenden.

Es kommt dann auf die Polizisten an, ob sie diese Entschuldigung akzeptieren. Deshalb sollte Ihr Sohn Wert auf eine freundliche Darstellung des Geschehenen legen und sich ernsthaft entschuldigen.

Das Schlimmste, das Ihren Sohn meiner Ansicht nach droht, ist tatsächlich eine Einstellung des Verfahrens gemäß § 153a StPO: Ihm wird dann eine Geldzahlung auferlegt, das heißt, er muss an eine gemeinnützige Organisation Geld bezahlen oder aber (vielleicht sogar zusätzlich) sog. Sozialstunden ableisten.

Die Tatsache, dass er sich entschuldigt, wirkt sich auf jeden Fall zu seinen Gunsten aus. Hier geht es nämlich um die sogenannte Wiedergutmachung des Schadens bzw. das sogenannte Nachtatverhalten, und wenn Ihr Sohn sich mit guten Worten entschuldigt und beteuert, dass ihm so etwas nicht noch einmal passieren wird, dann kann die Staatsanwaltschaft günstigstenfalls sogar auf die Geldauflage oder sonstige Auflagen verzichten, und das Strafverfahren wird eingestellt.

Wenn Ihr Sohn die Beamtenbeleidigung gar nicht erst abstreiten kann, weil es z. B. unabhängige Zeugen gibt, dann empfiehlt sich dieses Vorgehen, das Ihr Sohn selbst in Betracht zieht: Er entschuldigt sich von sich aus in einer schriftlichen Mitteilung an die Polizei. Er muss allerdings damit rechnen, dass er dennoch vorgeladen wird, um eine Aussage bei der Polizei zu machen. Darauf sollte Ihr Sohn sich nicht einlassen, und er muss auch keine persönliche Aussage bei der Polizei machen.

Bekommt er allerdings eine Vorladung von der Staatsanwaltschaft, dann muss er dort erscheinen, er muss dort aber seiner schriftlichen Einlassung nichts hinzufügen.

Es kommt darauf an dass er sich entschuldigt und zugleich die Einstellung des Verfahrens nach § 153 StPO beantragt.

Ich wünsche ihrem Sohn viel Glück und alles Gute!

Wenn noch etwas unklar geblieben ist, fragen Sie gerne nach. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2020 | 14:17

Sehr geehrte Frau v. Dorrien,

vielen Dank für Ihre Hilfe.

Was ich nicht ganz verstanden habe ist, ob mein Sohn auf diesem Äußerungsbogen Beschuldigter der Polizei (Stellungnahme) den Punkt "Mit der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldstrafe wäre ich einverstanden" ankreuzen soll, obwohl er sich entschuldigt und wie Sie geraten haben auf Einstellung nach § 153 StPO bittet.

Besten Dank im voraus für Ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2020 | 14:37

Sehr geehrte Fragestellerin, Ihr Sohn sollte das tatsächlich nicht ankreuzen. Er kann auf diesem Bogen persönliche Angaben machen, sollte aber ansonsten einen Freitext verfassen.

Er muss berücksichtigen dass er mit seiner Einlassung die Beamtenbeleidigung dem Grunde nach zugibt. Er sollte sich also auch überlegen, ob er die Tat bzw. den Tatvorwurf selbst nicht bestreiten will. Jedenfalls sollte er auf diesem Bogen nichts ankreuzen. Er kann seine persönlichen Angaben machen und ansonsten den Sachverhalt aus seiner Sicht darstellen, sich - wie gesagt - sehr wortreich und freundlich entschuldigen und ausdrücklich um die Einstellung gemäß § 153 StPO bitten.

Die Akte geht dann zur Staatsanwaltschaft, das heißt, die Polizei selbst entscheidet gar nichts. Ihr Sohn sollte sich also überlegen, wie er sich gegenüber der Staatsanwaltschaft positioniert, und dort ist es am besten, wenn er eine Entschuldigung vorträgt und und um die Einstellung des Verfahrens bittet.

Nochmals viele Grüße und alles Gute!

Wenn noch Fragen bestehen, melden Sie sich unter rainevdorrien@gmail.com.
EvD

Bewertung des Fragestellers 10.07.2020 | 14:54

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Frau v. Durrien hat mir sehr kompetent weitergeholfen. Meine Fragen wurden alle schnell und verständlich beantwortet.
Vielen Dank dafür. "
Stellungnahme vom Anwalt:
Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Bewertung!
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Elisabeth v. Dorrien »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.07.2020
5/5,0

Frau v. Durrien hat mir sehr kompetent weitergeholfen. Meine Fragen wurden alle schnell und verständlich beantwortet.
Vielen Dank dafür.


ANTWORT VON

(137)

Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
Web: http://www.evdorrien.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Steuerrecht, Medizinrecht, Beamtenrecht, Verfassungsrecht