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Beamte im Ausland: Abfindungs- u. Pensionszahlungen


13.02.2005 19:30 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Als Beamter (beurlaubt ohne Bezüge und zur Dienstleistung an eine internationale Institution abgestellt) habe ich aus einem langjährigen Dienstverhältnis Abfindungs- und Pensionszahlungen erhalten, die ich schon damals im Ausland zinsbringend angelegt habe. Meine künftige Pension wird um 2,14 % pro Dienstjahr im überstaatlichen Dienst gemindert, da ich die o.g. Beträge nicht an den Bund abgeführt habe.
Seit mehreren Jahren bin ich nun wieder in Deutschland steuerlich veranlagt, habe aber diese Beträge nie in der Einkommensteuererklärung angegeben.
Kann ich dieses Geld nun z.B. zum Ankauf einer Immobilie in Deutschland verwenden, ohne dass mir das Finanzamt Schwierigkeiten macht?
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Entscheident ist in Ihrem Fall, ob Sie während des Bezuges der Abfindungs- und Pensionszahlungen in Deutschland diesbezüglich einkommenssteuerpflichtig gewesen sind.
Die Einkommenssteuerpflicht besteht unbeschränkt, soweit Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland hatten. Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen oder Dividenden) unterliegen dabei ebenfalls der Einkommenssteuerpflicht.
In Ihrem Fall wären wären Sie deshalb spätestens nach Ihrer Rückkehr nach Deutschland und der damit verbundenen steuerlichen Veranlagung verpflichtet gewesen, die Einkünfte aus Kapitalerträgen in der Einkommenssteuererklärung anzugeben.


Sollten dies unterlassen worden sein, besteht die Möglichkeit der nachträglichen Angabe und einer Pauschalversteuerung auf die Erträge.

Der pauschale Steuersatz von 25 Prozent galt aber nur bis Ende 2004. Seit 1. Januar 2005 liegt der Steuersatz bei 35 Prozent – und das auch nur noch für drei Monate. Ab dem 1. April 2005 ist die „Brücke zur Steuerehrlichkeit“ wieder verschlossen. Danach wird die Finanzverwaltung den Druck auf Schwarzgeldbesitzer deutlich erhöhen.

Bis 1.4.2005 besteht also noch die Möglichkeit einer sog. Steueramnestie.

Ich kann von hier aus nicht einschätzen, ob das Finanzamt bemerkt, dass die Kapitalerträge nicht versteuert wurde. Allerdings könnte im Falle eines "Aufdeckens" auch der Straftatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt sein. Hier drohen epmfindliche Geldstrafen.

Der Kauf einer Immobilie in Deutschland dürfte allerdings nicht "schädlich" sein. Das Finanzamt ist hietr schließlich allenfalls wegen der Grunderwerbssteuer involviert.

Ich empfehle, die Angelegenheit vor Ort mit einem Steuerberater zu besprechen und dann unter Abwägung aller Umstände zu entscheiden, ob eine "Offenbarung" gegenüber dem Finanzamt sinnvoll ist.

Bitte beachten Sie auch, dass insbesondere das Bankgeheimnis gegenüber dem Fiskus in nächster Zeit erheblich aufgeweicht werden wird. Jeglich Einkommen könne so ohne Weiteres vom FA festgestellt und geprüft werden.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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