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Beabsichtigter Wohnungsverkauf - Mieter kooperieren nicht

| 27.06.2020 14:09 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich für meinen Mann und mich eine alters-/behindertengerechte Wohnung gekauft habe für die restlichen paar Lebensjahre, die uns bleiben, muss ich eine andere Wohnung verkaufen, weil ich das Geld für die neue Wohnung brauche.

Die Mieter sind seit 2016 in der Wohnung, bezahlen korrekt ihre Miete, sind sauber und normalerweise freundlich und ich habe sie per Brief und Telefon bereits darauf vorbereitet, dass ich die Wohnung verkaufen muss. Die Mieter wollen aber noch drin wohnen bleiben bis zu deren Renteneintritt in ca. 4 - 5 Jahren. Dshalb bemühe ich mich, dass die Mieter nicht gleich wegen Eigenbedarf gekündigt werden vom Käufer, möchte die Wohnung also als Anlageobjekt anbieten über einen Makler.

Eine Aussage des Maklers beim ersten Telefonkontakt (Vertrag ist noch keiner unterschrieben):
"Die Mieter müssen aber da mitmachen!" Das heisst für mich, kooperieren.

Mehrmals habe ich nun die Mieter schon telefonisch gebeten, mich zurückzurufen (habe auf Anrufbeantworter gesprochen) und auch schriftlich und per Email gebeten, mich zu kontaktieren. Aber nun haben sie sich scheinbar entschlossen, einfach nicht mehr zu reagieren. Vielleicht wollen Sie so den Verkauf verhindern. Ich weiss es nicht.

Wie komme ich nun zu meinem Recht, die Wohnung mit Makler und Interessenten besichtigen zu dürfen?

Im Individual-Mietvertrag, den ich mit den Mietern geschlossen habe, ist vereinbart:

" Will die Vermieterin die Wohnung verkaufen oder ist das Mietverhältnis gekündigt, ist die Vermieterin, ein von ihr Beauftragter oder beide berechtigt, zusammen mit den Kauf- bzw. Mietinteressenten die Mieträume nach Terminvereinbarung zur Besichtigung zu betreten
(1 x wöchentlich bis zum Kauf-/Mietvertragsabschluss sind zumutbar und von der Mietpartei zu dulden). Verweigert dies die Mietpartei und kommt dadurch ein Kauf-/Mietvertrag nicht zustande, trägt die Mietpartei den Schaden, der der Vermieterin dadurch entsteht. "

Was darf ich fordern von den Mietern? Müssen Sie den Zugang gewähren? Können Sie Besichtigungen verweigern? Niemand wird eine Wohnung kaufen, die er nicht vorher besichtigt hat.
Könnte ich den Mietern fristlos kündigen, wenn sie Besichtigungen verweigern, weil ich die Wohnung sonst nicht verwerten kann? Ich habe doch ein Verwertungsrecht als Eigentümerin.

Schließlich m u s s ich die Wohnung ja jetzt verkaufen, weil ich für die andere ja den notariellen Kaufvertrag schon unterschrieben habe und Anzahlungen gemacht habe. Ich könnte also nicht mehr zurück und bin somit in einer Zwangslage.
27.06.2020 | 15:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vieleicht haben Sie das falsche Vorgehen gewählt.

Die Mieter sind nicht verpflichtet, Sie zurückzurufen oder Ihnen Emails zu schreiben. Sie sind aber verpflichtet, bei der Besichtigung zu kooperieren.

Daher wäre es richtig, hier einen konkreten Termin zur Besichtigung mitzuteilen(schrifltich) und die Mieter aufzufordern, anwesend zu sein, bzw. wenn der Termin nicht passt, dies mitzuteilen.

Auf die Aufforderung kommt es an.

Wirken die Mieter auf Dauer nicht mit, können diese gerichtlich und später vom Gerichtsvollzieher dazu gezwungen werden, noch dazu auf deren Kosten. Dies sollte aber vermieden werden, kann aber durchaus in der Aufforderung Erwähnung finden. Ebenso ist es ratsam, den entsprechenden Passus im Mietvertrag zu zitieren, was eigentlich zunächst reichen sollte. Wenn Sie ein Einschreiben versenden, so ist dies noch empfehlenswerter und erzielt auch den richtigen Nachdruck.

Gerichtlich kommt im Übrigen sogar ein beschleunigtes, einstweiliges Verfahren in Betracht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Bewertung des Fragestellers 29.06.2020 | 11:08

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