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Bauvoranfrage abgelehnt wegen Entstehung einer Splittersiedlung

| 20.07.2018 18:23 |
Preis: 75,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe ein landwirtschaftliches Anwesen im Außenbereich gekauft. Das Haus ist als Zweifamilienhaus eingetragen. ich bin von Beruf Landwirtin und Heilpraktikerin daher habe ich eine Nutzungsänderung eine kleinen Teils des Wohnhauses in eine Bestellpraxis Heilpraktiker Bauvorangefragt. die Veränderungen am Gebäude beschränken sich auf eine Eingangstür und zwei Parkplätze auf dem Grundstück. diese Anfrage wurde von der Kreisverwaltung abgelehnt mit der Begründung der Entstehung einer Splittersiedlung , da Außenbereich und es würde dem Flächennutzungsplan wiedersprechen.
Wie können wir unseren Widerspruch begründen?
20.07.2018 | 19:02

Antwort

von


(146)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten, wenn Ihr Antrag abgelehnt wird.

Wenn Ihr Antrag also abschlägig beschieden wurde und Ihnen der Bescheid zugestellt wird, sollten Sie meiner Empfehlung nach unverzüglich einen Anwalt unmittelbar vor Ort aufsuchen, welcher möglichst mit den örtlichen Begebenheiten und auch den baurechtlichen Aspekten vertraut ist und die Erfolgsaussichten von Rechtsmitteln prüfen lassen.

Ob Sie nämlich in der Sache Recht bekommen, d. h. ob Sie einen Anspruch auf Erteilung der beantragten Nutzungsänderung haben, lässt sich an dieser Stelle leider nicht ausreichend prüfen und feststellen.

Denn dafür müsste ich die konkrete baurechtliche Situation anhand der Akten, Unterlagen und den örtlichen Gegebenheiten kennen.

Jedoch ist es jedenfalls nicht von vornherein auszuschließen, dass die Nutzungsänderung entgegen der behördlichen Auskunft doch genehmigungsfähig ist.

Man müsste daher z.B. schauen, ob im Umfeld ebenfalls Mischnutzungen vorliegen oder gar darlegen, dass es keine Besucherpraxis mit Laufkundschaft , sondern ausschließlich eine Bestellpraxis ist, welches gerade nicht für eine Zersplitterung sorgt, da die örtlichen Auswirkungen verschwindend gering sind. Darauf sollte meines Erachtens der deutliche Augenmerk liegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

Ergänzung vom Anwalt 20.07.2018 | 19:19

Nachfolgendes möchte ich ergänzen

Gemäß § 35 Absatz 3 Nr. 7 BauGB liegt eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange auch dann vor, wenn das Vorhaben die Entstehung, Verfestigung oder Erweiterung einer Splittersiedlung befürchten lässt.

Diese Bedenken aus § 35 Absatz 3 Nr. 7 BauGB können bei Ihnen letztlich dann nicht durchgreifen
, wenn durch die hier beabsichtigte Nutzungsänderung keine vom Gesetz nicht gewünschte Vorbildwirkung für eine städtebauliche Verfestigung einer Splittersiedlung entsteht.

Maßgeblich ist nämlich, dass Sie innerhalb des Hauses die Praxis betreiben wollen und das äußere Erscheinungsbild also beibehalten wird, Sie insbesondere keine Anbauten errichten wollen.

Unter diesen Umständen steht auch § 35 Absatz 3 Nr. 7 BauGB Ihrem Vorhaben nicht grundlegend entgegen, sofern daß äußere Erscheinungsbild beibehalten wird.

Die Parkflächen dürften dabei meines Erachtens unbeachlich sein.


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Bewertung des Fragestellers 22.07.2018 | 09:18

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22.07.2018
5/5,0

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