Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
501.443
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bauträgervertrag, Sonderleistungen, Abrechnung mit Subunternehmer

21.02.2011 11:08 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,
wir bauen derzeit mit einem kleinen örtlichen Bauträger ein EFH. Der Bauträgervertrag sah im Grunde eine schlüsselfertige Erstellung vor. Aber natürlich kamen im Laufe des Baufortschritts (derzeit steht der Rohbau) ein paar Sonderwünsche hinzu. Der Bauträger, der selbst auf dem Bau mitarbeitet, hat dafür Angebote erstellt, die preislich (nach unserer Einschätzung) auch in Ordnung waren und die wir beautragt haben. So weit so gut. Beim Bad allerdings fangen jetzt die Probleme an, denn dort kommt ein Subunternehmer in Spiel.

Im Vertrag heißt es: "Sonderwünsche, mit deren Durchführung die Käuferseite nicht die Verkäuferin (d.h. den Bauträger) beauftragt, sind ausschließlich durch die am Bau beteiligten Unternehmen oder durch von der Verkäuferin akzeptierte Firmen auszuführen und von diesen direkt mit der Käuferseite abzurechnen."

Heißt das wirklich, dass wir jetzt von Seiten dieses Subunternehmers auch völlige Phantasiepreise für Sonderwünsche akzeptieren müssen? Mit anderen Worten: Sind wir diesem Subunternehmer völlig ausgeliefert bei dessen Preisgestaltung (sofern wir halt Sonderwünsche haben, die von der Baubeschreibung abweichen)? Wohlgemerkt: Es geht uns nicht darum, selbst Hand anlegen zu dürfen. Die eigentliche Durchführung soll schon in Händen des Subunternehmers bleiben, bei dem wir fachlich auch nichts beklagen können. Auch geht es uns nicht darum, gute Markenware durch billigen Ramsch zu ersetzen. Im Gegenteil: Wir würden gerne in sehr hochwertige Badkeramik investieren, die wir selbst viel billiger besorgen könnten als offenbar der Subunternehmer. Dabei handelt es sich 1:1 um die gleichen Produkte, die auch der Subunternehmen anbietet. Außerdem will uns der Subunternehmer (zumindest hat er sich bis jetzt so geäußert, etwas Schriftliches liegt uns noch nicht vor) lediglich einen Paketpreis für alle Wünsche nennen, nicht jedoch eine Aufstellung geben, die alle Positionen einzelnen ausweist. Ist das rechtens? Oder können wir auf Einzelausweisung bestehen?

Mit bestem Dank und Gruß

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die nicht mit dem Bauträger vereinbarten Sonderwünsche sind meines Erachtens somit auf Grundlage eigener vertraglicher Grundlagen und Preisabsprachen mit den ausführenden und abrechenenden 8Sub-)Unternehmern zu behandeln.

Auch insoweit handelt es sich um einen Werkvertrag, der auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) oder der VOB/B abgeschlossen wird.

Vor diesem Hintergrund ist man auch nicht einer willkürlichen Preisgestaltung unterworfen, insbesondere die VOB/B vorsieht (sollte sie hier verabredet sein, wobei aber auch ansonsten dieses auf Grundlage des BGB ansatzweise auch gilt):

Der Auftragnehmer hat seine Leistungen prüfbar abzurechnen. Er hat die Rechnungen übersichtlich aufzustellen und dabei die Reihenfolge der Posten einzuhalten und die in den Vertragsbestandteilen enthaltenen Bezeichnungen zu verwenden. Die zum Nachweis von Art und Umfang der Leistung erforderlichen Mengenberechnungen, Zeichnungen und andere Belege sind beizufügen. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags sind in der Rechnung besonders kenntlich zu machen; sie sind auf Verlangen getrennt abzurechnen.

Reicht der Auftragnehmer eine prüfbare Rechnung nicht ein, obwohl ihm der Auftraggeber dafür eine angemessene Frist gesetzt hat, so kann sie der Auftraggeber selbst auf Kosten des Auftragnehmers aufstellen.

Insofern kann nach meiner ersten Einschätzung auch eine Einzelaufstellung verlangt werden.
Schließlich können Sie sich zudem darauf einigen.

Auch Mehr- und Minderkosten sowie Preissteigerungen sind entsprechend bei derem Anfall zu berücksichtigen.

Lassen Sie sich insofern einen unverbindlichen Kostenvoranschlag unterbreiten.

Pauschalangebote zur Abgeltung verschiedener Leistungen sind allerdings möglich.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.





Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind als Bauherr oder Immobilienverkäufer den ganzen Tag mit den Umbau- und Umzugsplänen beschäftigt?

Mehr Informationen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64566 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr präzise Antworten innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Ich bin diesem Anwalt sehr dankbar. Dieses Portal ist unbedingt weiter zu empfehlen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank. Die Antwort kam (trotz Wochenende) prompt und entsprach inhaltlich genau meinem Wunsch. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort war nicht sehr hilfreich. Es ergibt sich die ein oder andere Rückfrage. Die Antwort war, wenn man sich mit der "Anwaltssprache" auskenntm, verständlich. Es hätte noch etwas ausführlicher geantwortet werden können. ... ...
FRAGESTELLER