Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bauträger insolvent-Handwerker fordern Zahlungen

| 29.01.2009 20:10 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2006 haben wir ein schlüsselfertiges Reihenhaus direkt vom Bauträger "erworben". Laut Werkvertrag und Zahlungsplan, haben wir die prozentualen Beträge immer pünktlich bezahlt. Es gab immer Schwierigkeiten mit dem Bauträger (gleichzeitig auch Architekt und Generalübernehmer), was zur Auswirkung hatte, dass die Zahlungen direkt an einer bauausführenden Firma bzw. an Lieferanten abgetreten wurden. Mai 2008 verließ uns auch die bauausfürende Firma, ohne einen Grund zu nennen. Verschiedene Handwerker kamen mit ihren Forderungen auf uns zu, mit der Begründung, dass sie vom Bauunternehmer nicht bezahlt wurden. Auf unsere Antwort, dass wir laut Zahlungsplan die ausgeführten Arbeiten schon bezahlt hätten, hieß es immer, dass sie nicht mehr weiter bauen bzw. eingebaute Teile abbauen. Teilweise haben wir schon manchen Handwerker doppelt bezahlt. Ein anderer Handwerker drohte uns mit dem Nichteinbau der Treppe, wenn wir keine Vereinbarung unterschreiben, die festlegt, dass die von der bauausfürenden Fa. ausstehende Bertrag in Höhe von 1400 € von uns übernommen wird. Wir haben zwangsläufig unterschrieben, da wir die Baustufen los haben wollten. Ich möchte aber gleichzeitig anmerken, dass wir schon 3000€ im voraus an den Handwerker bezahlt hatten, dafür gibt es auch Belege.
Kein Handwerker hat von uns einen Auftrag erhalten, sondern alles wurde von der bauausführenden Firma eingeleitet.
Wie sollen wir uns verhalten, da jetzt die Handwerker mit juristischen Konsequenzen drohen? Sind diese, nach geschildertem Sachverhalt, im Recht oder muss die bauausführende Firma die Kosten erstatten. Laut Zahlungsplan sind für diese Arbeiten keine Pauschalbeträge vorgesehen.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Vertragspartner von Ihnen ist und war der Bauträger, so dass Sie zunächst nur diesem gegenüber zur Zahlung verpflichtet waren und sind.

Soweit Sie entsprechende Zahlungen an Handwerker geleistet haben, damit die Baustufen vollendet werden, sollten Sie doppelt gezahlte Beträge gegenüber dem Bauträger und Generalübernehmer anmelden und geltend machen.

Gegenüber den Handwerksfirmen bestehen keine Verträge mit Ihnen. Diese haben entsprechende Verträge mit dem Bauträger, so dass diese sich wegen der bestehenden Forderungen und rückständiger Zahlungen an den Bauträger zu halten haben.

Da Sie gegenüber den Handwerkern jeweils Zahlungen geleistet haben, haben Sie eine Haftungsübernahme in Höhe des jeweils vereinbarten und gezahlten Betrages übernommen. Gleichwohl bestehen die vertraglichen Hauptpflichten aus dem Werkvrtrag im Verhältnis Bauträger und Handwerksunternehmen.

Soweit die Handwerksunternehmen mit juristischen Schritten drohen, sollten sich diese gegen den Bauträger richten. Etwaige Ansprüche gegenüber Ihnen sind nur dann denkbar, wenn Sie eine Zahlungszusage abgegeben haben und diese noch nicht vollständig erfüllt haben. Haben Sie jedoch die zugesagten Beträge geleistet, bestehen seitens des Handwerksunternehmens keine weiteren Ansprüche gegenüber Ihnen.

Aufgrund der offensichtlich bestehenden Zahlungsschwierigkeiten des Bauträgers sollten Sie sich bereits jetzt entsprechende Gewährleistungsansprüche gegen die Handwerksunternehmen abtreten lassen.

Weiterhin empfehle ich Ihnen aufgrund der schwierigen Situation einen Kollegen beizuziehen, damit Sie nicht noch weitere Zahlungen leisten, die möglicherweise vermeidbar sind.

Zunächst sollten Sie mit den betreffenden Handwerksunternehmen schriftlich korrespondieren und etwaige Ansprüche zurückweisen, soweit Sie hierzu keine Zusagen gemacht haben. Sollten dann gerichtliche Schritte eingeleitet werden oder ein Inkassounternehmen beauftragt werden, sollten Sie spätestens dann einen Kollegen hinzuziehen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick vermittelt zu haben.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 29.01.2009 | 21:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 29.01.2009 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69270 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und präzise Antworten, gute Hilfestellung bzgl. Vertragsgestaltung, sehr zuvorkommend. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vollumfassend beantwortet. Sogar vor evtl. Prozessrisiko gewarnt. ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Gut eingegangen auf meine Fragen und Nachfrage! ...
FRAGESTELLER