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Bauträger auf Herausgabe des Schlüssels verklagen


| 08.06.2017 10:49 |
Preis: 30,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
Wir haben eine Eigentumswohnung von einem Bauträger gekauft. Nach vielen Schwierigkeiten mit dem Bauträger hatten wir endlich, nachdem sich der Fertigstellungstermin um circa 1 Jahr nach hinten verschoben hat die Abnahme. Augenscheinlich war die Wohnung optisch mangelfrei und wir haben die letzte Rate des Kaufpreises bezahlt. Danach bekamen wir eine Mehrkostenrechnung in Höhe von 45.000 Euro. Circa 20.000 Euro wurden als umplanungskosten? tituliert. Die Mehrkostenrechnung ist vollkommen undifferenziert. Die 20.000 Euro wurden uns nach Nachfrage durch koordinative Absprechungen des Bauleiters mit Fliesenleger, Hsl Installateuren und parkettleger erklärt. Da ich mir ein Parkett, Fliesen und Armaturen ausgesucht habe, die nicht Bestandteil des Ausstattungskatalog waren. Also Sonderwünsche. Bei den Mehrkosten wurden die Sonderwünsche auch nicht mit der normalen Ausstattung verrechnet. Was für mich auch in Ordnung wäre. Allerdings sollen die Handwerker jetzt auch noch zusätzlich bezahlt werden etc pp. Was die Mehrkosten für die Sonderwünsche von eigentlich 15.000 Euro auf 25.000 Euro verteuert plus die ominösen umplanungskosten von 20.000 Euro . Von diesen umplanungskosten war vorher keine Rede, sie können vom Bauträger auch nicht näher erläutert oder durch stundenabrechnungen/ Protokolle des Bauleiters bewiesen werden. Ich habe den Bauleiter des vom Bauträger beauftragtenArchitekturbüros gefragt wie diese Summe zustande kam. Der Bauleiter sagte sie hätten bei Ihrer Rechnung an den Bauträger gar nicht zwischen den einzelnen Wohnungen differenziert und der Bauträger hätte diesen Betrag wohl alleine erstellt. Leider ist es nun so daß der Bauträger den Schlüssel nicht rausrückt bevor wir die 45.000 Euro nicht bezahlt haben. Fast schon erpresserisch. Nun bleibt uns nur die Möglichkeit diesen "Mondpreis" zu bezahlen oder eben vor Gericht Klage einzureichen. Im übrigen ist im Vertrag zu den Sonderwünschen nichts geregelt, außer daß ein Wegfallen der "Bauträger Ausstattung" nicht erstattet wird. Wir haben ja nun auch schon einen großen finanziellen Schaden durch den 12 monatigen fertigstellungsverzug. Meine Frage ist nun ob eine Klage auf Herausgabe der Schlüssel bei gleichzeitiger Reduzierung der nicht gerechtfertigten Mehrkosten von Erfolg wäre und wie lange so etwas dauert? Oder steht man evtl hinterher schlechter da ? Ich bin ziehmlich verzweifelt weil es auch langsam eine Existenzfrage wird.
Mit freundlichen Grüßen
Fragesteller
08.06.2017 | 11:22

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Mehrkosten müssen vom Bauträger stets auch immer im Vorfeld kommuniziert werden, wohl aber auch offen gelegt werden, was im Detail zu den Mehrkosten geführt haben soll, und zwar speziell auch auf Sie bezogen.
Das Verfahren kann schnell gehen, sprich wenn die Baufirma merkt, dass hier rechtlich nichts zu holen ist (bei anwaltlicher Beratung), dann liegen wir bei ca. 3 Monaten, kann "normal laufen", dann wären wir bei 9-12 Monaten, oder kann sich hinziehen, dann sind wir bei 1-2 Jahren.
Es würde sicher daher meist anbieten, dies über einen Rechtsanwalt laufen zu lassen, damit Sie a) den Druck erhöhen und b) dies dann auch direkt in die Rechtsabteilung weitergeleitet wird. Hier kann dann schon eher schneller eine Lösung gefunden werden, wenn sich dann juristisch unterhalten werden kann.
Bevor ich eine kostenintensive und langwierige Klage einreiche, würde ich daher noch einmal den außergerichtlichen Weg über den Anwalt probieren.
Rechtlich haben Sie aber dennoch gute Erfolgschancen, da die Gegenseite in der Beweispflicht ist, die sie derzeit ja auch nicht erfüllen kann.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.06.2017 | 14:06

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das war ermutigend.Darf der Bauträger den Schlüssel überhaupt rechtlich einbehalten bei noch nicht bezahlten zum Teil gerechtfertigten (15.000 Euro) Mehrkosten? Die Mehrkosten sind kein Bestandteil der Ratenzahlung und auch nicht im Kaufvertrag vermerkt. Der Kaufpreis der Wohnung ist kurz nach der Abnahme vollständig bezahlt worden.
Mit freundlichen Grüßen
Fragesteller

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2017 | 14:23

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Zurückbehaltungsrecht an der Gesamtwohnung hat er bei diesem Preis nicht, insbesondere dann nicht, wenn die Summe noch im Streit steht. Eine Zurückbehaltung wäre unverhältnismäßig, da es Ihnen nicht zumutbar ist, jahrelang nicht einziehen zu können. Dies müsste dann aber notfalls auch wieder gerichtlich geltend gemacht werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 08.06.2017 | 14:10


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.06.2017
5/5.0

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