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Bauten auf fremden Grundstück


21.04.2005 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Wie sind vom Verkäufer des Grundstücks die vom Käufer selbst gebauten Gebäude( aktiviert als Bauten auf fremden Grundstück)zu bewerten und dürfen sie in den Kaufpreis einbezogen werden, obwohl der Käufer die Kosten schon dafür getragen hat?

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gehe nach Ihrer Schilderung davon aus, dass der Käufer die auf dem zu verkaufenden Grundstück befindlichen Gebäude selbst gebaut hat und der Verkäufer diese nun in den Kaufpreis mit einbeziehen will.

Zunächst sind die auf dem Grundstück befindlichen Gebäude als wesentlicher Bestandteil des Grundstückes gemäß § 94 BGB anzusehen, egal von wem diese errichtet wurden sind. Voraussetzung dafür ist, dass die Gebäude mit dem Grundstück fest verbunden sind, wovon ich in Ihrem Fall ausgehe.

Der Wert der Gebäude ist daher bei der Bewertung des Grundstücks mit zu berücksichtigen.

Allerdings hat der Käufer, als Errichter der Gebäude gegen den Grundstückseigentumer einen Ersatzanspruch aus ungerechtfertigter ereicherung i.H.d. Wertes der Gebäude. Dieser Wert, wäre nach Bewertung des Grundstückes (nebst Gebäuden) wiederum vom so ermittelten Kaufpreis abzuziehen.

Es stehen sich also 2 Ansprüche gegenüber, wobei es sich empfiehlt, diese gleich gegeneinander aufzurechnen.

Sollte dies nicht berücksichtigt werden, wäre der Verkäfer um den Wert der Gebäude ungerechtfertigt bereichert. Genau diese Bereicherung könnte man auch im Nachhinein herausverlangen. Dies empfiehlt sich jedoch nicht, da der Verkäufer nur zur Herausgabe der Bereicherung verpflichtet wäre, soweit er überhaupt noch bereichert ist. D.h., wenn er das Geld bereits ausgegeben hat, wäre ein bereicherungsrechtlicher Anspruch kaum noch durchsetzbar.

Deshalb, sollte unbedingt vor dem Kauf eine Aufrechnung des bereicherungsrechtlichen Anspruchs (Wert der Gebäude) mit dem Kaufpreis (Wert des Grundstücks nebst Gebäuden) erfolgen, sodass letztlich nur noch der bloße Grund und Boden bezahlt werden muss.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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