Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bausparvertrag: Rückerstattung Abschlussgebühr, Sonstige Einnahme und Werbungskosten

| 03.07.2008 11:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Mitte 2003 einen Bausparvertrag über einen befreundeten Makler abgeschlossen. Die Abschlussgebühr (€ 5.000) wurde damals von der Bausparkasse von meinem Konto eingezogen, dann aber wieder vom Makler an mich zurückerstattet. Außerdem habe ich eine Vermittlungsprovision von € 417 erhalten.

Die Vermittlungsprovision habe ich in der Einkommenssteuer 2003 unter "Sonstige Einnahmen" verbucht, die Rückerstattung der Abschlussgebühr nicht, da der Makler meinte, dass es sich um einen durchlaufenden Posten (ich zahle sie, erhalte sie aber wieder zurück) handeln würde. Werbungskosten habe ich damals im Zusammenhang mit dem Bausparvertrag keine geltend gemacht.

Jetzt wurde eine Betriebsprüfung bei meinem Makler durchgeführt und das Finanzamt hat mich bzgl. Kontrollmaterial kontaktiert (zwei Belege - einer bzgl. der Provision und einer bzgl. der Abschlussgebühr). Nach meiner schriftlichen Stellungnahme bzgl. durchlaufender Posten hat mir das Finanzamt einen korrigierten Steuerbescheid für 2003 geschickt in dem die rückerstattete Abschlussgebühr auch als "Sonstige Einnahme" verbucht wurde, was zu einer Nachzahlung für 2003 für mich führt.

Der Bausparvertrag wurde von mir nicht bespart (habe dafür noch einen anderen).

Jetzt meine Frage - kann ich die von mir gezahlte Abschlussgebühr per Einspruch als Werbungskosten unter "Sonstige Einnahmen" geltend machen, da die einzigen Einnahmen über den Bausparvertrag seit 2003 die Provision und die rückerstattete Abschlussgebühr waren? Oder kann man mit dem „durchlaufenden Posten“ etwas erreichen um die Zahllast zu verringern?

Besten Dank und viele Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Abschlussgebühren für einen Bausparvertrag können Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen sein, wenn der Abschluss des Bausparvertrages in keinem engen zeitlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Verwirklichung eines Bauvorhabens steht und wenn auf Dauer gesehen ein Überschuss aus Zinsgutschriften erwartet werden kann (BFH Urteil vom 24.7.1990, BStBl.II 975). Dies ist bei nicht der Fall.
Allerdings stellt die Rückvergütung der bezahlten Abschlussgebühr keine Einnahme im steuerlichen Sinne dar, da Sie diese bezahlt haben und somit ein "Nullsummenspiel" vorliegt.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Rückfrage vom Fragesteller 03.07.2008 | 14:04


Vielen Dank für die schnelle Antwort! Hätten Sie noch einen Beleg / Gesetzesbezug für "[...] die Rückvergütung der bezahlten Abschlussgebühr keine Einnahme im steuerlichen Sinne [...]", welche ich ihm Einspruch aufführen könnte?

Besten Dank und viele Grüße!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.07.2008 | 14:14

Sie können den Einnahmebegriff des § 8 EStG zitieren.
Der Zufluss des Geldes beruht nicht auf einer steuerbaren Tätigkeit oder ist durch eine solche veranlasst.

Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Super, vielen Dank! Wurde so vom Finanzamt akzeptiert.

"